Markus Baersch

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15.05.2008

OK, ich gebe es zu: in den letzten Jahren bin ich mehr und mehr in Richtung Web und .NET „abgedriftet“ und habe selbst immer weniger mit Delphi zu tun. Dennoch war es kein schöner Anblick, wie nach der Ausgliederung von Delphi und anderen Produkten aus dem „Borland-Hauptgeschäft“ nach und nach aus selbstbewussten „Jetzt legen wir erst mal wieder richtig los“ – Parolen eine „keiner will mich mehr haben“ – Panik wurde. Und nun wird es also bald amtlich, dass die Suche ein Ende hat (siehe z. B. Artikel bei Heise) Aber: Ist nun nur die Suche nach einem Abnehmer zu Ende oder blüht auch den betroffenen Produkten der Abgesang?

Borland – Inprise – Borland – „DevCo“ – Codegear… und nun Embarcadero als neuer Besitzer – das tut wenigen Produkten gut. Der Preis, zu dem normalerweise kaum eine kleine Pommesbudenkette zu haben ist (schlappe 23 Millionen Dollar, wenngleich ich die selbst nicht ohne ein paar Tage sparen aufbringen könnte) signalisiert ebenso, dass die langwierige Suche nach einem Abnehmer nicht ganz so einfach war, wie man es sich bei der „DevCo“ seinerzeit noch gedacht hat.

Ist das nun der oft herbeigeredete Anfang vom Ende oder geht es doch wieder in die richtige Richtung? War das nun schon einige Jahre alte Delphi 7 wirklich die letzte Fassung, der man noch echte Verbesserungen ansehen konnte oder kehrt man vom Zukauf immer merkwürdigerer AddOns nun auf einen anderen, solideren Weg zurück? Bringt die „Befruchtung“ durch die neue Mutter vielleicht brauchbare Impulse? Keine Ahnung. Aus alter Verbundenheit will ich es aber für das Produkt hoffen – egal, ob ich es noch täglich brauche oder nicht. Vom guten alten Turbo Pascal bleibt sonst einfach nichts mehr übrig… und das wäre einfach viel zu schade 😉

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