Markus Baersch

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18.09.2009

Wenn die eigene Website plötzlich nicht mehr im Index auftaucht oder vielleicht kaum noch
zu finden ist oder wenn Kunden sich gehäuft beschweren, dass der
Browser komische Warnungen ausgibt, wenn die Site besucht werden soll,
ist es höchste Zeit für ein Minimum an Diagnose. Auch dann, wenn der
kurze Blick in die Zugriffsdaten des eingesetzten WebAnalyse-Systems
signifikante Rückgänge beim Traffic verzeichnet, will man nach dem
ersten Schreck genauer wissen, was denn passiert sein könnte- Und wie man
das Problem wieder in den Griff bekommt. Ist man ggf. verdächtig, Schadcode im Web zu verbreiten oder gar schon mit der Höchststrafe – dem Rauswurf aus dem Index – belegt worden?

Einige Dinge, die man als Webmaster zur Diagnose direkt erledigen kann, sind z. B. die folgenden Schritte:

  • Der erste Blick, wenngleich nicht vollständig, sollte Google gegönnt werden. Mittelssite:www.meinedomain.de läßt sich zumindest abfragen, ob überhaupt noch Seiten im Index zu finden sind. Sieht man hier nichts. riecht es schon mal nach „Rauswurf“.
  • Wer sich den Spaß schon vorher gegönnt hat, sollte sich nun bei den Google Webmaster Tools anmelden. Probleme werden hier i. d. R. schnell aufgezeigt, so dass es sich lohnen mag, die Anmeldung und Verifikation jetzt nachzuholen, wenn bisher nicht mit den Webmaster-Tools gearbeitet wurde. Übrigens gilt das nicht nur für Google, sondern auch für Bing…
  • Vor allem, wenn man das Problem anhand von Traffic-Auswertungen bemerkt hat, ist das Webanalyse-Tool der erste Anlaufpunkt. Sind
    alle Quellen versiegt oder nur einzelne Suchmaschinen? Der tolle Link
    bei Wikipedia mal wieder weg, der 99% der Besucher gebracht hat? Machmal
    ist es wirklich so einfach, leider aber zu selten…
  • Wer sich zumindest „thoretisch“ im Index befindet, aber nicht rankt, muss sich vieleicht – zu recht oder auch „vollkommen schuldlos“ – gerade mit einem Google Filter herumschlagen, der dafür sorgt, dass man für die Begriffe, auf die man es abgesehen hat, nun 20, 40, 60, 100 oder wie viele Positionen auch immer nach unten versetzt wurde. Das merkt man schnell daran, wenn man z. B. nur noch für den eigenen Domain- und / oder Firmennamen bei Google auffindbar ist, die anderen Begriffe aber plötzlich keinen Traffic mehr bringen.
  • Hat man sich offenkundig einen dieser Filter oder gar einen kompletten Rauswurf eingefangen, sollte nun die Suche nach dem Grund starten. Und zwar wieder möglichst mittels der Webmaster-Tools. Und zusätzlich per Blick auf den Quellcode der Startseite und der „bisher“ prominenten Seiten auf der eigenen Domain. Ist das wirklich das, was man dort erwartet oder hat sich aus der Ferne fremder Schadcode hier eingenistet?
  • Denkbar ist auch, dass die Domain nun deswegen nicht mehr in den Suchergebnissen erscheint, weil jemand anders sich die Mühe gemacht hat, eine Kopie des kompletten Inhalts der Domain an anderer Stelle zu publizieren, um den Traffic lieber selbst mitzunehmen oder aktiv Schaden für die bestohlene Domain anzurichten. Ein einfacher Weg, dies zu diagnostizieren, ist eine Suche nach einem wirklich langen Ausschnitt aus dem Inhalt der eigenen Seite. Also z. B. „Willkommen bei Lederwaren Dingsda Wir fertigen seit über 400 Jahren Schlangenledertaschen aus Eselsohrhaut im schönen Knacktal an der Wurst…„. Findet Google nicht die eigene Seite, sondern eine andere, ist man wohl um seinen Content betrogen worden… oder hat dies selbst getan, indem allzu viele andere Domainnamen auf den gleichen Inhalt zeigen und dies nicht per „sauberer“ Weiterleitung tun.
  • Hilft das alles nichts oder will man gleich sicherstellen, dass das Problem nichts mit böser böser Malware zu tun hat, die von der eigenen Domain verbreitet wurde (oder zumindest vom eigenen Server), der kann Googles „Safebrowsing“ zu Rate ziehen. Entweder per Firefox Plugin oder durch Aufruf von http://www.google.com/safebrowsing/diagnostic?site=www.meinedomain.de. Sollte dies für die eigene Domain keine Ergebnisse liefern, lohnt sich ggf. auch ein Klick auf das „Network“, so dass auch ausgeschlossen werden kann, dass man mit allzu vielen Spammern auf dem gleichen Server / auf der gleichen IP zuhause ist.

Warum das alles? Ganz ehrlich? Weil ich mir diese verdammte Adresse des Safebrowsing-Diensts nie
merken kann, ist nun eigens dieser Blogbeitrag entstanden 😉 Wer also nur mal nachsehen will, ob die eigene Domain irgendwie „verdächtig“ ist, kann jetzt seinen Domainnamen einfach unten in das Feld eintragen und die Ergebnisse bei Google abrufen. Wer in der Tat mit der obigen Liste ein potentielles Problem diagnistiziert hat und nun wissen will, wie er aus der Falle rauskommt, sollte sich zur Verifikation vertrauensvoll an einen unbeteiligten Dritten wenden und nach einer Überprüfung gemeinsam nach möglichen Wegen suchen. Das muss nicht, darf aber gern unsere Agentur für Suchmaschinenmarketing sein 😉  

Safebrowsing: Ist meine Site verdächtig?

Frag Google. Domainnamen (zur Not auch mal mit und mal ohne www) hier eintragen und nachsehen, was Google in den letzten 3 Monaten so alles über Domain und Server zu sagen hat…



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