Markus Baersch

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25.01.2010

Es häufen sich in letzter Zeit die Anfragen von Kunden aus dem Bereich AdWords, die wissen wollen, ob wir auch „Partner von Google“ sind und
daher deren Seiten ohne Anzeigen schnell und zuverlässig in die Top 10 der Suchergebnisse bringen können. Dauerhaft. Und das für Keywords, bei denen der durchschnittliche Preis pro Klick in AdWords typischerweise so um die drei Euro liegt. Da fragt man sich doch: Wer kann denn das und wie soll das gehen? 

Wenn ich zurückfrage, wer denn solche unglaublich tollen Dinge anbietet, ohne selbst Herr über die Rankings zu sein (m. E. kann mir nur Google dauerhaft Platz 1 für Keyword yxz versprechen…. und die machen das leider nicht), höre ich verschiedenste Namen von Agenturen. Lassen wir das „Dauerhaft“ aus dem ersten Absatz weg, dann mag es noch angehen, für das passende Kleingeld mit Hilfe von Kennern wie Fantomaster & Co. etwas Vergleichbares zu erreichen. Für eine sehr überschaubare Zeit jedenfalls. Diese Namen höre ich dann aber nicht, sondern es geht um „ganz normale SEO-Agenturen“… mit angeschlossener Drückerkolonne, die ungefragt Webmaster anrufen und das globale Ende des Hungers, Unsterblichkeit und ewigen Weltfrieden versprechen.

Einige davon kenne ich, einige habe ich noch nie gehört… es passt aber alles in das ewig gleiche Schema: Im „Verkaufsgepräch“ werden die wunderlichsten Dinge versprochen (ich will es nicht übertreiben, aber ein „garantierter“ Platz 1 bei „autoteile“ für eine vollkommen neue Kackseite innerhalb von zwei Monaten halte ich für extrem sportlich,
wenn man nicht gerade Google heißt… oder wenigstens ATU oder so), schriftliche Unterlagen oder gar Verträge hingegen sind nur in einem Bereich sehr konkret: Was muss ich bezahlen? Was man wirklich für sein Geld bekommt, steht dafür i. d. R. dort kaum so, dass man es nachvollziehen kann. Nicht unwahrscheinlich also, dass ich nach 12 Monaten Mindestlaufzeit dann mit nichts außer 20 neuen Schrottlinks aus freien Webkatalogen und schon auf große Entfernung nach Spam müffelnden Twitter-und Facebook-Profilen dastehe… 

Auch finde ich
das jeweilige „Tochterunternehmen von Google“ (Brüll!) typischerweise auf Platz 80+, wenn ich nach Begriffen wie „Suchmaschinenoptimierung“
oder „SEO Beratung“ etc. suche. Das sollte eine Google-Tochter, die Kontingente bei Google kaufen kann (die meinen sicher AdWords-Gutscheine ;)) und jede Seite bei jedem Key in Top-Positionen bringen kann, doch eigentlich besser können, oder? Müßte es denen nicht egal sein, wie umkämpft diese Begriffe sind? Oder ist es nur ein mir bisher unbekannter Trick, das eigene Impressum lieber als Grafik statt als Text zu gestalten, der mir einen solch unglaublichen Boost in den Suchergebnissen verschaffen würde? Da ich bisher keine eigenen Erfahrungen mit solcher Zauberei gemacht habe, will ich auch kein abschließendes Urteil fällen, aber zumindest hilfreiche Beiträge verweisen, die man sich im Kombination mit „Name + Erfahrungen“ ergoogeln kann. Wer SEO-Angebote bekommt, die zu gut klingen, um wahr zu sein, der sollte prüfen, ob es nicht in das hier skizzierte Bild paßt. Hinterfragen, wie es mit den Leistungen aussieht, die man für sein Geld bekommt, ist auf jeden Fall keine schlechte Idee; weitere Anregungen zur Prüfung im Vorfeld findet man im leicht angestaubten Beitrag zur SEO-Agenturensuche. Der ist zwar schon fast zwei Jahre alt, scheint mir aber aus gegebenem Anlass ein guter Linktipp zu sein. Es gilt auch im SEO-Bereich sicher in gewissem Rahmen die Weisheit „Wat
nix kost´, dat is auch nix
„. Dies bedeutet aber nicht, dass alle kostspieligen Angebote deshalb automatisch prima sind. Ganz und gar nicht! Außerdem sind diejenigen, die wirklich „Premium-SEO“ für den eigenen, hoch umkämpften Bereich anbieten könnten, oft entweder unbezahlbar, arbeiten nur gegen dauerhafte Beteiligung am Erfolg oder nehmen überhaupt keine Kunden an, sondern verkaufen denen im besten Fall den Traffic, den sie lieber selbst über eigene Projekte erzeugen. Auf keinen Fall aber rufen diese Kandidaten ungefragt bei Dir an, um
teures Zauber-SEO-Zeugs von der Stange zu verkaufen.

Und wer so gar nicht weiß, ob und wie er (gefragt oder ungefragt erhaltene) SEO-Angebote einschätzen kann, kann sich bestimmt auch einigen Ärger durch einen SEO-Vermittlungsservice sparen. Da hat man dann vielleicht nicht alle Kandidaten im Pool, ist aber (hoffentlich) vor allzu miesen Geschäftspraktiken deutlich sicherer. Ich kenne nur einen, also empfehle ich diesen mal, ohne ihn selbst je genutzt zu haben: Hier geht´s zum SEO-United Vermittlungsservice.

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