Markus Baersch

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28.04.2014

Bei mir – wie vielen anderen Benutzern – lebt XP in einer virtuellen Maschine weiter. Schon zur Einführung von Windows Vista hatte ich aufgehört, mir immer und immer wieder die Arbeit der Neueinrichtung von Delphi- und .NET-Entwicklungsumgebung nebst allem sonstigen Schnickschnack anzutun. Die Idee war, eine VM aufzusetzen und alles, was bei System- oder Rechnerwechsel durch langwierige Einrichtung den Spaß versaut, nur noch in dieser VM zu nutzen. Das hat mir auch so manchen Wechsel des Host-Systems deutlich vereinfacht und inzwischen sind es nur noch wenige Dinge, die ich mir auf einem neuen Rechner installieren muss, sobald erst einmal Virtual Box eingerichtet und mit der virtuellen XP-Maschine versehen ist.

Mit dem „Aus“ für XP stellt sich also nun die Frage, ob man sich wirklich die Mühe machen muss, die VM auf eine „neuere“ Version wie Windows 7 zu heben. Einen wirklichen Grund gibt es dafür ja nicht – abgesehen von der steigenden Gefahr, sich mit einem ollen XP online „was einzufangen“. Und da steckt auch schon der Knackpunkt: Online muss das Ding eigentlich nie sein. Die üblichen Tipps aus der Fachpresse, die sich derzeit auf die Virtualisierung alter XP-Systeme einzuschießen scheint, sind mir da aber zu drastisch: „Einfach den Netzwerkadapter aus der VM entfernen“ liest man da gern mal. Ich möchte aber nicht ganz allein in der VM sitzen und keinen Zugriff mehr auf lokale Ressourcen haben und nicht mal mehr gemeinsame Ordner mit dem Host nutzen können… Unter XP soll nur nichts mehr das LAN verlassen dürfen und es soll nichts mehr von draußen rein.

Zum Glück gibt es bei Virtual Box dafür eine viel elegantere Lösung: den Netzwerk-Adapter nicht löschen, sondern nur den „Anschluss“ von LAN auf Host-only umstellen.

Netzwerkadapter der VM anpassen

Diese Einstellung bewirkt genau das, was man sich für einen VM-Client wünscht, der besser nicht mehr online gehen sollte, aber dennoch nach wie vor am eigenen Netzwerk teilhaben soll. Und wer den Internetzugriff „nur selten“ statt „nie“ benötigt, kann entweder die Anschlussart des Netzwerkadapters vorher umstellen oder die VM einfach als „verknüpften Klon“ duplizieren, dort auf Host-only umstellen und so zwei Fassungen seiner VM betreiben, die dann je nach Einsatzzweck mal mit und mal ohne Internetzugriff genutzt werden können (das geht übrigens nicht nur mit XP-Clients ;)).

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