20.11.2008
Live Search wirbt mit Prämien um neue Benutzer
Jaja, die Live Search: Spenden für gute Zwecke, nun Prämien... wie verzweifelt muss man dort wohl sein? Microsoft sieht den Suchmaschinenzug offenkundig zwar Richtung Google abfahren und langsam in der Ferne entschwinden, will aber anscheinend um jeden Preis irgendwie auch noch auf die Schienen kommen. Die nächste Idee ist die aktive Belohnung der Benutzer durch verschiedenste Prämien; vom Musik-Download bis zum X-Box-Zubehör. Schade nur, dass in den "Terms & Conditions" zu lesen ist, dass man ein mindestens 13-jähriger US-Amerikaner sein muss, um am Programm teil zu nehmen, denn die erforderlichen Punkte für den ersten Download hat man schon nach Anmeldung und einem Tag zusammen; anschließend können 25 neue Punkte pro Tag durch die Verwendung der Live Search gesammelt werden.
Wenn das Programm Mitte April 2009 endet, wird sich ja vielleicht tatsächlich eine signifikante Verbesserung der Nutzerzahlen eingestellt haben... ich kann es mir aber eigentlich kaum vorstellen. Wenn doch, wird es vielleicht ja auch eine entsprechende Aktion in Europa geben und dann wäre ich auch bereit, mein Suchverhalten (temporär) umzustellen 😉
19.11.2008
Spam-Studie: Na also - Spam ist doch Mist!
Das wollte ich schon immer mal wissen: Lohnt sich dieser ganze Viaaaaagra-Mist eigentlich, der täglich versendet wird? Generieren die normalerweise grauenhaft aussehenden Mails mit den - zwecks Spamfiltervermeidung - immer komischeren Formulierungen wirklich Geschäft? Informatiker am der Uni Berkeley, genauer gesagt des International Computer Science Institute (ICSI), haben das nun auf ungewöhnlichem Weg getestet. Denn zum Versand von vielen Millionen Spammails nutzten Sie Teile eines bestehenden Botnetzes, über das ohnehin ständig Massen von Spam versendet werden; zumeist ohne dass die armen infiltrierten Zombies etwas davon mitbekommen. Es wurde also ein Test unter möglichst realen Bedingungen durchgeführt 😉 Auch die beworbenen Sites wurden nach üblichem Muster erstellt und hierüber die Conversionrate ermittelt. Details der Studie zur Conversionrate von Spam stehen (leider nicht mehr) zum Download bereit.
Die gute Nachricht: Die Raten sind miserabel. 28 Bestellungen aus 350 Millionen Mails einer Beispielkampagne für eine "Internet-Apotheke" liefern ernüchternde Zahlen. Verglichen mit selbst den miesesten "normalen" Marketing-Kampagnen - auch bei echt kalten Leads - ist das absolut unterirdisch... Aber leider nur auf den ersten Blick, denn schließlich steckt für den Versender nach Leistung eines "Einmalaufwands" kaum noch Arbeit hinter einer solchchen Spamwelle, die zudem auch noch beinahe beliebig oft wiederholt werden kann. Selbst bei so miesen Erfolgsraten bleibt unter Ausnutzung aller bekannter und unbekannter Botnetze ein rechnerischer Jahresumsatz von mehreren Millionen Euro übrig. Und der ist Dank der zumeist hoch unseriösen Natur der Angebote auch schon fast mit Jahresgewinn gleichzusetzen. Spam in der Gesamtheit macht also durchaus reich. Der Einzelne wird aber von diesem Kuchen (hoffentlich) nicht allzu viel abbekommen.
So, und nun viel Spaß mit der Kommentarfunktion, liebe Spam-Millionäre. Laßt mich wissen, wenn die Studie Unsinn war und Eure Ergebnisse doch an konservatives Marketing heranreichen 😉
03.11.2008
Delphi for PHP 2.0 für Nicht-Delphianer
Nach meinen eigenen Gehversuchen in Version 1 und einem nur virtuellen Überblick über Version 2.0 von Delphi for PHP hatte ich vergangene Woche im Rahmen der fragwürdigen "EKON 12 / Ajax In Action / International PHP Conference - Kombiveranstaltung" (dazu vielleicht später einmal mehr) die Gelegenheit, mir die nachgebesserte Fassung ein wenig näher anzusehen. Man muss schon zugeben, dass die Version deutlich besser als Version 1 dasteht. Und damit ist nicht nur die Hilfe gemeint, denn da war erstens noch reichlich Luft nach oben vorhanden und zweitens ist die Hilfe auch heute - in guter Delphi - Manier - immer noch nicht als Referenzklasse zu bezeichnen. Die allgemeine "Benutzbarkeit" hat aber merklich zugenommen und es ist für mich zumindest denkbar, dass man damit gute Ergebnisse erzielen kann (wenngleich ein Ernst zu nehmender kommerzieller Erfolg des Produkts nach wie vor unwahrscheinlich bleibt). Ich habe es nur mangels Not nie selbst ausprobiert.
Weiterlesen... »
31.10.2008
Heppi Hellowien, Papa!
Man muss es nicht richtig schreiben können, um furchterregend auszusehen 😉 Der Beweis:

27.10.2008
Google und Werbung für Escort-Services
Betreiber von Escort- / Begleitservice - Agenturen haben es seit einer guten Woche wirklich schwer, wenn es um die Bewerbung des eigenen Angebots geht... jedenfalls bei Google. Die Bewerbung mehr oder weniger aller vielversprechenden Keywords rund um das Thema "Escort" ist durch eine Änderung in den Richtlinien bei Google AdWords nicht mehr möglich. Entsprechende AdWords-Konten, die bisher dazu geeignet waren, Besucher bei entsprechenden Suchanfragen auf das eigene Webangebot zu lenken, liegen nun dauerhaft brach; ein Umschwenken seitens Google ist eher unwahrscheinlich.
Die Aktion hat zahlreiche Pressemitteilungen und Blogbeiträge zur Folge gehabt und die moralische Ausrichtung von Google werden genau so diskutiert wie Willkür und Monopolstellung von Google - mal wieder. Im Umfeld einer dieser Pressemitteiliungen habe ich dann aber eine so ungaublich gut passende Anzeigenschaltung aus Google´s hauseigenem AdSense-Programm auf einem Presseportal gesehen, dass ein Printscreen einfach unvermeidlich war.

Wer "kein Escort" im Anzeigentext verwenden kann, wird dies sicherlich auch noch ohne das "kein" hinbekommen. Ein kleiner Trost scheint es also zu sein, dass zumindest jetzt noch (da das Thema einigermaßen populär ist) eine gewisse Aufmerksamkeit über eine Fortführung der Kampagnen im Conten-Bereich zu erreichen ist... aber auch damit ist sicher bald Schluss. Bin gespannt, wer als nächster auf Google´s Abschussliste für "moralisch bedenkliche" Angebote landet.
15.10.2008
Google Chrome nutzen - Ja oder Nein?
Ob man nun auf Comics zur Einführung eines Browsers steht oder nicht: Ganz so flapsig, wie die Entstehungsgeschichte von Google Chrome erzählt wird, wurde der Browser dann wohl doch nicht zusammengeschustert und es sind in googletypischer Weise auch gleich wieder einige Ansatzpunkte zu Kritik vorhanden, die vor allem in die Richtung des Datenschutzes gehen. An der Diskussion will ich mich eigentlich auch gar nicht erst beteiligen und habe für mich selbst festgelegt, welche Seiten ich mit Chrome besuche... oder besser: welche nicht. Weiterlesen... »
02.10.2008
Bewertungen bei Google Maps
Still und heimlich hat sich eine Funktion für Bewertungen in die Anzeige von Brancheneinträgen bei Google Maps eingeschlichen.

Die Funktion ist bisher noch recht wenig beachtet, aber für einige Orte sind bereits mehrere Beurteilungen vorhanden, die dem potentiellen Besucher von Duisburger Zoo, Phantasialand & Co. bei der Entscheidungsfindung helfen sollen. Die Erfassung eines Eintrags ist denkbar simpel, besitzt als einzige Hürde eine Anmeldung mit einem Google Account und führt zu sofortiger Freischaltung. Es besteht also eigentlich kein Grund für einen regelmäßigen Nutzer von Google Maps, keine Beurteilungen abzugeben.
Derzeit stammen die meisten Einträge - je nach Art des Brancheneintrags - allerdings (noch) von unterschiedlichen "externen" Quellen, die ihrerseits die Beurteilungen von Restaurants, Dienstleistern, beliebten Reisezielen etc. als eigene Kernfunktion für den Anwender betrachten. Und ebenfalls derzeit werden diese Quellen mit den eigenen Portalen wie Qype, Cityguide etc. wohl noch mehr Aufmerksamkeit für die Bewertungen erregen. Sollte sich hier aber mittelfristig still und heimlich ein weiteres Geschäftsfeld in ein Google-Quasi-Monopol verwandeln und Google Maps tatsächlich zur Anlaufstelle Nummer Eins für lokale Suche und Bewertung werden, wird das sicher niemanden überraschen; zur Not wird der jeweilige Toplieferant je Region halt eingekauft. Wenn also derzeit einige Bräute geschmückt werden sollten - nicht wundern 😉 Mit der weitaus fokussierteren Darstellung von lokalen Suchergebnissen und den besser funktionierenden Anreizsystemen zur Eintragung neuer Bewertungen stehen die Etablierten und Web 2.0 - Newcomer in diesem Bereich zwar heute noch objektiv betrachtet besser da als Google Maps, aber das muss ja nicht immer so bleiben...
03.09.2008
Fehlerhafte Darstellung im Internet Explorer 8 korrigieren
Tja, das ist schon so eine Sache mit der Browserkompatibilität🙁 Hatte man sich gerade dran gewöhnt, dass man mitunter für jeden Internet Explorer neue Extrawürste in Form unterschiedlichster Hacks verwenden muss, damit ansonsten simple Designvorstellungen so umgesetzt werden können, dass man sie nicht nur in Firefox, Opera & Co. fehlerfrei bewundern kann, kommt ein IE8 daher, der sich als "relativ standardkonform" erweist.
Weiterlesen... »
Kostenloser Adserver "Google Ad Manager"
Wer einen Adserver nicht als gehostete Lösung einsetzen will, bei der zumeist auch ein gewisser Anteil an Werbung des Betreibers eigeblendet wird, hat nur wenige Varianten zur Auswahl, wenn er kein Geld für einen "fremdwerbefreien" Dienst ausgeben will. Die Installation eigener AdServer ist zwar auch eine Option - aber wer will sich schon mit der Konfiguration selbst herumschlagen, wenn es nur um ein paar AdSense-Anzeigeplätze geht? Speziell im Zusammenhang mit Google AdSense ist auch nicht jede verfügbare Lösung einfach implementierbar - oder braucht die eine oder andere Anpassung an Codes, die immer die Gefahr beinhalten, dass man (freilich immer aus Versehen und unwissentlich ;)) gegen die Richtlinien des einen oder anderen Werbepartners verstößt.
Kein Wunder also, dass es nun auch bei Google mit dem "Ad Manager" einen eigenen Adserver gibt, der sich vor allem an Betreiber kleinerer Sites mit vergleichweise überschaubaren Anforderungen richtet. Eigentlich logisch: Zu Login wird ein Adsense-Konto vorausgesetzt. Die Einrichtung anschließende ist erfreulich simpel und wird auch von kleinen "Schulungen" begleitet, die von der Definition der Anzeigenflächen bis zur Bestückung mit Anzeigen und der Bestimmung des Inventars alle wesentlichen Punkte vermittelt. Für AdSense-Publisher wird der Ad Manager sicher schnell zum AdServer erster Wahl. Auch wer "nur" ohne viel manuelle Arbeit herausfinden will, welche Anzeigen an welcher Stelle am besten funktioneren, sollte ich den Google Ad Manager mal ansehen.
22.08.2008
GEMA bald schwer in Not?
Na das kann ja heiter werden: Ein Schlaufuchs hat winzige Samples aus über 70.000 Stücken in etwas mehr als eine halbe Minute zum GEMA-Killersong "Product Placement" zusammengefügt. Nun macht er bald das, was die GEMA lt. geltenden Richtlinien von ihm verlangt: Es wird ein Formular für jeden der verwendeten Schnippsel ausgefüllt und Anfang September bei der GEMA zur Überprüfung und Genehmigung eingereicht.
Der Sinn ist klar: Die Regelung als veraltet outen und eine Anpassung an die heutige Technik fordern. Wird sicher nix werden, ist aber so oder so eine gute Idee. Ob sich der Einreichungstermin als aufmerksamkeitserregendes Event zumindest irgendwie für den "Künstler" lohnt, bleibt abzuwarten.
11.07.2008
Keywords-Tool zeigt Suchvolumen bei Google an
Das Keyword-Tool von Google signalisierte bisher sowohl die Mitbewerberdichte (bezogen auf Anzeigen[?]) als auch das Suchvolumen in Form von Balken an, die zwar eine Tendenz erkennen ließen, aber keine Ableitung absoluter Werte erlaubte. Das hat sich nun geändert, denn sowohl die im Rahmen des AdWords-Systems verfügbare Variante zur Bestimmung und Bewertung von Suchbegriffen als auch das frei nutzbare Google Keyword-Tool zeigen nun absolute Werte für den laufenden Monat und einen Durchschnittswert an, der sich auf das tatsächliche Suchvolumen zu einem Begriff bei Google bezieht.

Die Abbildung zeigt die Ausgabe des Suchvolumens für vollkommen willkürlich gewählte Begriffe *-)
Damit ist nun eine ansatzweise objektive Einschätzung des theoretischen Besucherpotentials derjenigen Keywords, für die die eigenen Seiten optimiert wurden, möglich. Natürlich unter der Voraussetzung, dass man in der Lage ist, den erreichbaren Anteil an diesem Gesamtvolumen realistisch einzuschätzen 😉
20.06.2008
Kostenlose Tipps zur Suchmaschinenoptimierung
Puh... es ist soweit: In einem separaten Blog ist jetzt ein "erster Grundstock" an Tipps zur Suchmaschinenoptimierung zu finden. Unter der mehr oder weniger sinnreichen Adresse www.suchmaschinenland.de wird die Tippsammlung stetig erweitert und richtet sich hauptsächlich an Webmaster, die Suchmaschinenoptimierung selber machen "müssen"... oder wollen. Der Fokus liegt daher vor allem auf der Vermittlung der Arbeitsweise von Suchmaschinen und die daraus abzuleitenden Handlungsvorschläge zur Gestaltung der eigenen Seiten. Sprich: es handelt (derzeit) hauptsächlich von OnPage-Optimierung. Das Kapitel "Linkaufbau" ist aber ein Bereich, der in den nächsten Wochen und Monaten noch ausgebaut werden muss und wird, so dass auch OffPage-Optimierung zumindest im Ansatz "abgedeckt" wird. Auch die anderen Beiträge werden sicher noch die eine oder andere Erweiterung, redaktionelle Änderung und sonstige Korrekturen erfahren sowie durch neue Artikel ergänzt werden.
Einige weitere Themen stehen schon fest für die nächsten Wochen im Kalender. Jetzt habe ich aber erstmal das Problem zu lösen, dass sich mir vor lauter Suchmaschinen-Optimierungstipps-Tipperrei die Fingerkuppen ablösen. Nach einer merklichen Besserung dieses Zustands wird es weitere Beiträge zur Suchmaschinenoptimierung dort geben, die die bereits existierenden und noch ausstehenden Tipps zur Usability von Webseiten unter www.usability-tipps.de laufend ergänzen werden.
11.06.2008
Passt das ganze Web 2.0 in ein einziges Portal?
Die Antwort der Betreiber von moli.com würde ganz sicher "ja, natürlich" ausfallen. Und nun geht das social-network-video-lokale-suche-chat-forum-bewertungs-foto-community-blog-Portal auch in Deutschland bald an den Start. Wer beim Test unter de.moli.com mitmachen will, muss allerdings ganz getreu dem "vente-privee-Prinzip" eine Einladung haben oder schon drin sein. Hat mal jemand einen Code für mich?
Ich kann es nämlich kaum erwarten, all die Dinge, die man auch jetzt schon problemlos auf thematisch etwas fokussierteren Portalen erledigen kann, nun dem künftigen Monopolisten (ja sicher!) zu überlassen, der sicher bald xing, blogger, youtube, suchen.de, studivz & Co. unnötig machen wird. Ganz bestimmt! Und schon morgen wird noch ebay, mymuesli und google maps nachgebaut; anschließend beginnt die Verdrängung heute noch vollkommen überflüssiger und nicht gleich in das "alles-was-man-im-Web-2.0-so-machen-kann" - Portal implementierter Suchmaschinen. Warum kann ich da eigentlich noch keine Texte schreiben und Tabellenkalkulation machen - oder habe ich es nur in der übersichtlichen (US-)Oberfläche nicht gefunden?
Mal ganz im Ernst: Wer braucht´s und was ist drin, was es nicht schon gibt? Sind wirklich schon alle Web 2.0 - Ideen umgesetzt, das Potential ausgeschöpft, der Käse gegessen? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...
26.05.2008
Update für Delphi for PHP
Eigentlich nur aus schlechtem Gewissen, weil ich nach meiner anfänglichen Begeisterung für Delphi for PHP schnell wieder das Interesse verloren habe (das liegt aber weniger am Produkt, sondern an meinen konkreten Anforderungen), habe ich mir mal das Update 2.0 angesehen - erst online (Onkel Nick zeigt die Neuerungen als Video [verstorbener Link entfernt]) und dann anhand des "lebenden" Objekts. Nachdem ich wohl als letzter gemerkt habe, dass das Framework hinter der "PHP VCL" schon lange vor Delphi for PHP als Framework des Herstellers Quadram verfügbar war, habe ich hauptsächlich mit Erweiterungen und Verbesserungen der Komponentenbibliothek gerechnet. Es ist aber doch noch ein wenig mehr als das in die 2.0 gekommen:
Weiterlesen... »
04.05.2008
Heiter bis grimmig...
Wenn ich kleine Programmänderungen auf freundliche Anfrage hin mache, dann fast immer mit einem Lächeln...ich kenne allerdings verschiedene Arten des Lächelns.
Möge dieser Satz von demjenigen gefunden werden, an den er gerichtet ist...
MB