Events zählen in Google Analytics ohne Schlüsselereignisse
Google Analytics bietet mit Schlüsselereignissen einen einfachen Weg, wichtigen Aktionen eine besondere Rolle zu geben und mit den zugehörigen "Konversionen" Erfolg zu bewerten. Ein Klick in der Übersicht der Ereignisse in den Einstellungen auf den Stern für dem Ereignisnamen, fertig. Das ist vielleicht sogar schon zu einfach, denn die Versuchung ist groß, auch sämtlihe Micro Conversions als Schlüsselereignis zu markieren. Download eines PDFs, Klick auf eine Telefonnummer, Absenden eines Newsletter-Formulars, Add to Cart: All das kann ein Schlüsselereignis sein. Die Frage ist, ob es eines sein sollte.
Denn jedes zusätzliche Schlüsselereignis verwässert die Key Event Rate. Diese Metrik – verfügbar auf Ebene von Sitzungen und Nutzern – ist einer der wenigen echten Conversion-Rate-Indikatoren in GA4. Wer dort alles reinwirft, was irgendwie nach Interaktion riecht, macht sie unbrauchbar. Am Ende steht eine beeindruckende Rate von 62%, die exakt nichts aussagt, weil sie angefangene Kontaktformulare, PDF-Downloads und Klicks auf die Telefonnummer in einen Topf mit harten Zielerreichungen oder Käufen wirft.
Die Alternative: Events weiterhin als normale Ereignisse feuern lassen und ihre Anzahl über benutzerdefinierte Messwerte (Custom Metrics) auswertbar machen. Ohne die Conversion-Rate zu ruinieren, aber mit voller Flexibilität in Explorations und Standardberichten.

