Die ehrliche Consent Manager Checkliste: CMP-Features vs. Praxis-Anforderungen
Meine Probleme sind bestimmt nicht vergleichbar mit denen des Anton aus "Es ist nicht leicht ein Gott zu sein", aber auch Agnostiker haben es manchmal schwer. Wenn es um Webanalyse, Tag Manager, Reporting Plattformen und andere Themen geht, bezeichne ich mich gern als "tool-agnostisch". In wenigen Kategorien fällt mir das allerdings so schwer wie bei Consent Management Plattformen. Und obschon meine Berührungspunkte primär mit der (oft sehr holprigen) Zusammenarbeit zwischen Consent Manager, Consent Mode und Tag Manager zu tun haben (siehe mein E-Book dazu ;)) und dieser Bereich schon genug Stolperfallen bereithält, kenne ich aus der Praxis auch das eine oder andere Backend und die im Tool verankerten Prozesse.
Meistens dann, wenn es nicht rund läuft. Da es aber zu meinem Alltag gehört, Kunden bei der Implementierung und Optimierung von Tracking-Setups zu begleiten - und die CMP ist dabei die erste und oft schmerzhafteste Weichenstellung -, werde ich auch gelegentlich um Rat gefragt, welches Tool man anschaffen sollte. Weil das alte entweder schlichtweg schon auf den ersten Blick nicht die datenschutzrechtlichen Anforderungen erfüllen kann, zu teuer geworden ist oder man schlechte Erfahrungen gemacht hat. Mit der API, der Zuverlässigkeit, der Gestaltungsoptionen des Consent Dialogs... Gründe gibt es genug.
Gerade heute landete wieder eine dieser Anfragen in meinem Postfach, die ich in ähnlicher Form schon mehrfach bekommen habe: Ein größeres Unternehmen will seine bestehende CMP ablösen. In diesem Fall OneTrust, was nicht ganz unüblich ist, (räusper) und hat dafür ein Anforderungsprofil in einer Excel-Liste zusammengestellt. Verschiedene Anbieter sollen diese Liste beantworten und ich habe ein solches Exemplar bekommen, mit dem Feedback eines der Anbieter. Das klingt nach einem vernünftigen Prozess. Ist es auch - aber leider nur auf den ersten Blick.

