Markus Baersch

Software · Beratung · Lösungen

28.05.2015

Gähn, schon wieder ein Recap? Ja, aber aus Gründen. Weil es diesmal keine Veranstaltung mit lokalem Charakter war, sondern ein Onlinemarketing Branchentreffen mit weitem Einzugsgebiet und Teilnehmern aus allen Ecken Deutschlands… und darüber hinaus.

(K)eine Konferenz

Weil ich normalerweise nur Stammtische und Konferenzen in der Nähe besuche, war der OMTalk für mich vor allem eine Möglichkeit, auch Onliner kennenzulernen, die nicht aus dem direkten Umfeld kommen; in einem kleinen und überschaubaren Kreis. Das war auch der Grund, warum ich mich sehr kurzfristig und ohne große Gegenwehr habe überreden lassen, ein freigewordenes Ticket zu übernehmen und ohne lange Nachdenkzeit mitzufahren.

There And Back Again

Nachdem ich mich über vergangene Veranstaltungen anhand von Recaps informiert hatte, war meine Erwartung vor allem von der vielzitierten „Klassenfahrt der Onlinebranche“ geprägt. Und so ging es Donnertags um 23:00 Uhr ab Köln in einer Fahrgemeinschaft für mich los mit der Klassenfahrt. Denn wenn man um die 9 Stunden gemeinsam im Auto verbringt, bleibt auch mit kurzen Schlafpausen und Fahrerwechseln noch genug Zeit, schon auf der Anreise mit dem Netzwerken zu beginnen.

Geplant war eine gemütliche Fahrt mit Frühstück im Legoland. Dumm nur, wenn man so gut durchkommt, dass der geplante Stop in Billund dermaßen früh stattfindet, dass man außer dem Haupteingang nicht viele Motive vor die Linse bekommt… das war ebenso anders geplant als die viel zu frühe Ankunft in Thyborøn.

Legoland

Um es gleich vorweg zu nehmen: Auch die Rückfahrt verlief ähnlich glatt, da wir aus Termingründen schon am Donnerstag (einen Tag vor dem eigentlichen Abreisetag, der mit dem einsetzenden Pfingstreiseverkehr nicht ideal gewählt war) zurückgefahren sind. Andere Teilnehmer hatten da deutlich mehr Gelegenheit, sich die Umgebung von Autobahnen mal in aller Ruhe anzusehen…

Thyborøn, Provinz Mordor?

Der erste Eindruck, dass wir unmittelbar nach einer Zombie-Apokalypse eingetroffen sein müssen, weil man im ganzen Ort praktisch niemanden auf der Straße antreffen konnte, wollte auch die ganze Woche über nicht wirklich verschwinden. Gehsteige sind hier nur schmückendes Beiwerk, denn man kann ungehindert stundenlang auch auf der Straße herumlaufen. Hier ein künstlich auf Minutenlänge gebrachter Beweis:

Wie sich aber später noch rausstellen sollte, ist das vermutlich aber gar nicht die beste Idee, denn von schwermetallbelastetem Wasser bis zur vogeltötenden Luft und versiegeltem Giftstrand gibt es nichts, was man hier nicht dank der ansässigen Chemiefabrik nicht schon erlebt hätte. Viel lebensbedrohlicher sollte sich aber an zwei Tagen die fischverarbeitende Fabrik erweisen, die bei ungünstigem Windstand für Luftverhältnisse um unser Haus sorgte, dass es bei StarTrek für eine Y-Klassifizierung reichen würde.

Luftkurort Thyboron

Ein Haus sie zu binden

Unterbringung, Konferenzräume, Whirlpool(s), Billard, Tischtennis und ein mitgebrachter Koch – alles unter einem Dach – machten theoretisch jeden Schritt vor die Tür überflüssig. Kurze Einkäufe oder Strandvisiten in der Mittagspause waren so für viele alles, was man in der Woche von Dänemark zu sehen bekommen hat. Und das ist auch gut so, denn auf diese Weise konnte man sich ganz dem Vortragsprogramm widmen, dass von den Teilnehmern selbst gestaltet wurde – und dem Netzwerken rund um die Vorträge, SiteClinics und vor allem bei der gemeinsamen abendlichen Restfreizeitgestaltung mit wahlfreier Alkoholunterstützung.

Seminarpause OMTalk 2015

Die Gefährten

Teilnehmer kamen nicht nur aus allen möglichen Regionen, sondern auch aus den verschiedenen Disziplinen des Onlinemarketings. Auf diese Weise war sicher für jeden etwas dabei, das neue Impulse für bestehendes Geschäft oder neue Ideen beigesteuert hat. Ich hatte den Eindruck, dass es auch (oder gerade) zwischen den Teilnehmern, die sich auf dem OMTalk zum ersten Mal begegnet sind, keinerlei Vorbehalte oder Hürden gab. Ganz im Gegenteil wurden im Nachgang von Vorträgen, die konkrete Projekte oder zumindest bestimmte Aspekte davon betroffen haben, oft schon sehr schnell ein Ideenhaufen zusammengeschmissen und erste Testballons aufgeblasen, Anpassungen erprobt oder Anregungen umgesetzt.

Über die ganze Woche lag so im Seminarraum stetig eine Mischung aus Veränderung, Neugier und (freilich nicht immer gleich starker) Aufmerksamkeit in der Luft, die mir recht gut gefallen hat und sich wohltuend von dem üblichen reinen „Konsumieren“ von Vorträgen auf „echten Konferenzen“ absetzen konnte.

Gruppenbildung ist zwar bei über 30 Personen auch in einer solchen Umgebung nicht zu vermeiden, aber dennoch konnte jeder, der es wollte, eine angemessene Zeit darauf verwenden, die anderen Teilnehmer und deren Hintergrund besser kennenzulernen… und das nicht nur aus beruflicher Sicht, sondern eben tatsächlich eher wie bei einer Klassenfahrt, bei der auch für Themen wie „Aufwachsen Ost vs. West“, die eigene Familie oder schräge Hobbies Platz ist. Was nicht bedeutet, dass nicht auch rege über das „Not-An-Update“/Nischenwatschen/NearDC/ThinContent/Quality/Core-Update spekuliert, in Analytics-Daten gestöbert oder an PageSpeed und WordPress-Plugins rumgeschraubt wurde 😉

Earendils Licht (AKA Fazit)

Ganz schmerzlos formuliert: Ich bin froh, überredet worden zu sein. Ich habe viel Freude daran, nach und nach auch die Gedanken der anderen Teilnehmer in Recaps (wie z. B. hier und hier) und in Kommentaren in der Facebook-Gruppe zu lesen und mich mit Leuten auszutauschen, die ich vor zwei Wochen noch nicht kannte. Und ich weiß es nun auch wieder zu schätzen, beim Einkaufen die Wahl zwischen verschiedenen Geschäften zu haben und unsere vergleichsweise saubere hiesige Luft des Gewerbegebiets zu atmen, in dem ich wohne 😉


01.04.2015

Wenn Google am 21.4. ernst macht und alle Websites, die nicht als mobilfreundlich eingestuft werden, bei mobilen Suchen benachteiligt (mit mehr Auswirkungen „als bei Panda und Penguin zusammen“), werden eine ganze Menge Webmaster noch nicht fertig sein mit der Umstellung auf Responsive Design oder mit anderen Mitteln.

Da dies aber vor allem auch ein paar gaaanz große Fische betrifft, hat Google genauso erstaunlich schnell einen Rettungsanker für überlastete IT-Abteilungen nachgelegt, wie zuvor mit der Nennung eines konkreten Termins überrascht. Und so geht es: Wer nicht rechtzeitig fertig wird, aber bereits angefangen hat, kann Google dies per Metatag mitteilen und so Zeit zur Fertigstellung „erbitten“.

Metatag mobileready to the rescue!

Dazu wird in den Quelltext der betroffenen Seite (i. d. R. also vermutlich einfach alle) ein Metatag in den head-Bereich eingebracht, mit dem Google mitgeteilt wird, dass die Umstellung bereits in Arbeit ist.

<meta name=“mobileready“ content=“soon“>

Der hier abgebildete Wert „soon“ bedeutet für Google, dass man davon ausgeht, spätestens innerhalb von 14 Tagen mit der Umstellung fertig zu sein. Wenn Google im Mobile Friendly Test auf diese Anweisung stößt, wird auch eine entsprechende Meldung ausgegeben, die einen erneuten Crawl der Seite in zwei Wochen in Aussicht stellt.

Mobile Ready: Soon

Als weitere Option ist die Angabe „pending“, mit der angekündigt wird, dass die Umsetzung zwar erfolgt, aber noch längere Zeit in Anspruch nimmt. Die Crawlpause fällt in diesem Fall doppelt so groß aus, so dass man vier volle Wochen Zeit bekommt, um die Mobil-Hausaufgaben nachzureichen.

<meta name=“mobileready“ content=“pending„>

Große Website? Kein Problem: Auch in den Webmaster Tools wird es in Kürze (lt. Blogpost spätestens bis zum 19.4.) eine Funktion geben, um die „Entdeckung“ per Metatag zu forcieren, ohne dass man explizit für jede einzelne Seite den obigen Test durchführen muss. Man merkt der Lösung aber nicht nur daran an, dass sie mit der heißen Nadel gestrickt wurde.

Vorsicht bei tagesaktuellen Inhalten!

Da die obige Angabe z. B. dazu führt, dass die betreffende Seite tatsächlich eine Crawlpause erhält und Google erst zum „vereinbarten“ Termin zurückkehrt, um sich von der Mobilfreundlichkeit der Seite zu überzeugen, entgehen der Suchmaschine in der Zwischenzeit alle Updates am Inhalt der Seite. Wer also seine Blogstartseite damit ausstattet, kann sich auch eine Publikationspause gönnen, wenn der Hauptkanal für Traffic die Suche ist. Ein Workaround für dieses Problem ist nicht bekannt… aber solche Lücken entstehen eben, wenn ein plötzlich notwendig gewordener Notbehelf aus nichts als einer Kugelschreibermine und einem Einmachgummi gebastelt werden muss.

Sonderfunktion für gesperrte Ressourcen

Auch ein anderes Problem kann mit der neuen Wunderwaffe behandelt werden: Google beachtet Verbote in der robots.txt. Hier wurde und wird gern aber eine ganze Menge an internen Ressourcen wie CSS- und JavaScript-Dateien für Google & Co. gesperrt. Außerdem sind unauffällige Ordner wie website.de/css oder website.de/js seit jeher ja ein beliebter Ablageort für Firmengeheimnisse, unverschlüsselte Nutzerdaten und Online Banking Passwörter der Geschäftsleitung. Wo sonst könnte man auch sensible Daten auf einem online zugänglichen Ort ablegen, ohne dass sich Suchmaschinen und andere Bots darüber hermachen? Naja, vielleicht erfindet ja jetzt jemand Dropbox oder so. Sperren per robots.txt ist nun jedenfalls definitv out. Was früher heimlich der Sicherheit interner Daten sowie vorgeblich der Schonung der Ressourcen von Crawler und dem eigenen Server gedacht war, geht nun also nach hinten los, denn wenn Google keinen Blick auf das Design werfen kann, dann kann auch nicht bestimmt werden, ob eine Website mobilfreundlich ist oder nicht.

Für diesen Fall gibt es eine dritte Möglichkeit, mobileready mit einem Wert zu bestücken:

<meta name=“mobileready“ content=“yes„>

Versieht man die oben dargestellte Seite mit gesperrtem Design mit dieser Angabe, beteuert Google das Vertrauen in die Angabe des Webmasters:

Mobile Ready: Yes

Hierbei wird auch keine Pause vereinbart o. Ä – vielmehr scheint Google tatsächlich den Angaben des Webmasters zu vertrauen. Wie lange das aber gut gehen wird – und ob dies wirklich eine Rettung für Rankings bei mobil ausgeführten Suchanfragen bedeutet -, muss abgewartet werden, bis der nach dem 21.4. geänderte Zustand eine zuverlässige Bewertung erlaubt.

Einfach einbauen?

Daher sollten Webmaster mobileready nicht einfach implementieren, ohne zuvor auch alle denkbaren Konsequenzen bedacht zu haben. Neben der Crawlpause gibt man Google mit dem Einbau auch ein Versprechen, dass es einzuhalten gilt. Daher lautet die Empfehlung: Lieber „pending“ statt „soon“, wenn es denn schon eingebaut werden muss. So ist dann wenigstens sichergestellt, dass unerwartete Probleme bei der Umsetzung noch einen etwas größeren Puffer bekommen, als bei einer Zwei-Wochen-Frist.

Wie lange hält so ein Pflaster denn?

Keine Ahnung. Google hat nichts dazu geschrieben, was passiert, wenn man die Angaben einfach im head drin läßt und das Versprechen der Umsetzung nicht einlöst. Sicher wird es aber spätestens nach mehrfachem Verstreichen der Frist ohne erkennbare Verbesserungen der Mobiltauglichkeit dann auch an die Rankings gehen. Auch unklar bleibt, wie es nach dem ersten verpassten Termin mit der Crawlfrequenz aussieht… oder was passiert, wenn man eigentlich schon mobilfreundlich geworden ist und nur vergisst, das Ding wieder auszubauen – Also Vorsicht 😉


29.03.2015

Am 21. April ist #MobileDay. Wer bis dahin nicht (endlich) seine Hausaufgaben gemacht und seine Website auf Mobilfreundlichkeit abgeklopft hat, wird bei Suchanfragen, die auf Mobilgeräten stattfinden (Wachstum: schnell und unaufhaltsam), nicht mehr gefunden, weil die „mobilen Rankings“ deutlich abfallen werden.

Eine Überraschung? Nein.

Nach all dem freundlichen „Du, mobile ist echt wichtig, Du – mach da doch mal gelegentlich was, ja?“, das seit 2010 immer wiederholt, aber meistenteils unbeachtet blieb, hat uns Google zuerst in seit Mitte 2014 rasant steigender Schlagzahl massenweise Infos und Werkzeuge an die Hand gegeben, dann per Webmaster Tools tonnenweise Warnungen per Mail versendet und schlussendlich mit dem konkreten Termin 21.4.2015 die Pistole auf die Brust gesetzt. Wer jetzt nicht aufwacht und die bestehenden Probleme aller Besucher mit Smartphones weiterhin missachtet, wird dort konsequenterweise bald auch nicht mehr angezeigt; darüber habe ich bereits an anderer Stelle geschrieben.

Der Mai ist gekommen – die Rankings schlagen aus?

Spätestens Anfang Mai wird man mit dem Ausrollen nach eigenen Aussagen bei Google fertig sein. Mobile Rankingverluste drohen. Das muss kein Problem sein… jedenfalls nicht sofort: Wer jetzt noch keinen nennenswerten Anteil an organischen Besuchern per Smartphone verzeichnet, mag sich auch noch Zeit lassen dürfen. Alle anderen müssen aber handeln, wenn der Anteil nicht rapide sinken soll.

Vorher noch fertig werden? Möglich…

Aus der Erfahrung von inzwischen über 25 (teilweise zugegebenermaßen auch nur „notdürftig“) in den letzten Monaten auf Responsive Design umgestellter Websites, die zumindest erst einmal den Mobilfreundlichkeitstest bei Google mit „grün“ bestehen, kann ich behaupten, dass es für viele, aber sicher nicht alle Websites i. d. R. eine praktikable, wenngleich sicher nicht perfekte Lösung gibt, deren Vorbereitungs- und Umsetzungsaufwand in Stunden und nicht in Tagen berechnet werden kann. Jedenfalls bis uns auch Mobile Page Speed und der Rest einholt und der Erhalt der Rankings mehr erfordert als nur Änderungen am Design oder ein paar Templates.

Ja oder Nein: Google Mobile Friendly Test

Wer nicht 100% aller Seiten umstellen kann, hat außerdem die Option, sich den wichtigsten (Traffic bringenden) Inhalten zu widmen – das sind oft nur die Startseite und eine Handvoll weiterer Seiten, die i. d. R. auch alle mit dem gleichen Template erstellt und dem gleichen Design versehen werden. Denn das Thema „Mobilfreundlichkeit“ ist bei Google (aktuell) nicht nur an eine überschaubare Anzahl von Anforderungen geknüpft, sondern wird auch seitenweise beachtet, nicht „domainweit“.

Google hat bzgl. einer bevorzugten Methode selbst klargestellt, dass Responsive Design keine Vorteile ggü. anderen Lösungen haben wird. So ist also selbst eine separate m.meinedomain.de mit vollkommen unabhängigen Inhalten für Mobilgeräte ein ebenso probater Notbehelf wie die keinerlei Anpassungen am eigenen System (abgesehen von ein paar DNS-Einstellungen) erfordernde dynamische Generierung mobiler Fassungen durch das System eines Dienstleisters, von denen es inzwischen einige gibt – als Service oder „selbstgehostet“.

… aber mitunter nicht sehr wahrscheinlich

Weil der Termin erst Ende Februar bekannt geworden ist, kann gerade die Umstellung größerer Websites – oder kleinerer, dafür komplexer Webauftritte – kaum rechtzeitig fertig werden, wenn man erst im März oder später startet. Zu vollgestopft sind die IT-Roadmaps des Mittelstands. Aus beharrlicher Ignoranz plötzlich agile und effiziente Aktivität an den Tag zu legen oder einen Plan B wie die „Mobilmachung“ der wichtigsten Seiten zu schmieden, beschließen und auch noch umzusetzen, bis der 21. April auf dem Kalender steht, ist selten noch drin.

Unterschiede gibt es schon heute

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Unterschiede zwischen Desktop- und mobilen Rankings weiter verändern werden… und bei wem die Ausschläge nach unten – oder durch Verdrängung des unvorbereiteten Wettbewerbs ja vielleicht auch nach oben? – besonders groß ausfallen. Ab dem 22. April wird es von den SEO-Toolanbietern dazu vermutlich reichlich Daten geben. Wer nicht bis dahin warten will, kann sich beim SISTRIX Smartphone-Sichtbarkeitsindex informieren, inwiefern sich schon auf Basis der Daten vom Februar Unterschiede feststellen lassen.

STSTRIX Smartphone Sichtbarkeit

Da hier „nur noch“ die Aktualisierung der Datenbasis erforderlich ist, sollte sich auch ein zweiter und dritter Besuch lohnen, wenn erst einmal der #MobileDay gekommen ist 😉

Nächster Halt: Mobile PageSpeed

Damit ist die Reise natürlich nicht zu Ende. Ein so digitaler Faktor wie „mobilfreundlich“ oder „mobilmist“, wie er derzeit nicht nur in Form des oben angesprochenen Tests implementiert ist, sondern in gleicher Form auch in den Webmaster Tools lebt – und vermutlich aktuell im angekündigten Algoupdate, das uns so nett nebst konkretem Termin in Aussicht gestellt wurde -, ist noch nicht das, was wir von Google gewohnt sind.

Die Tatsache, dass ein Klick zum Recheck einer in den Problemen genannten Seiten des Berichts zur „Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“ in den WMT früher nicht zu dieser „hopp oder top“-Evaluierung, sondern zu den mobilen PageSpeed Insights geführt hat, wo man weitaus strenger mit den Probanden verfährt, zeugt von einer gewissen Rücksicht seitens Google…

Streng: PageSpeed Insights

…aber zeigt auch in eine klare Richtung. Genau wie die in der Branche nicht unbemerkt gebliebenen Tests mit als „Slow“ gekennzeichneten Seiten.

Der „Mobile Split“ kommt

Es ist bereits angekündigt, dass Google in Zukunft die Unterschiede zwischen Desktop, Tablet und Smartphone ernster nehmen will. Man wird dazu einen eigenen, vom „Desktop-Index“ getrennten Index für mobile Suchergebnisse betreiben… und mittelfristig bestimmt auch einen separaten Satz an Rankingfaktoren und deren Gewichtung, um sensibler mit den sehr unterschiedlich ausfallenden Nutzersignalen aus verschiedenen Gerätewelten umgehen zu können. Die gleiche Maßnahme wäre selbstredend auch für Tablets denkbar, für Wearables… oder was auch immer übermorgen das dominierende Gerät sein wird. Desktop und Laptop aber ganz sicher nicht. Insofern ist dieser Schritt nicht nur logisch, sondern auch (überlebens-) notwendig für Google. Und deren Wettbewerber. Genau wie die entsprechende Reaktion aller Websitebetreiber, die sich um organischen Traffic scheren.

Damit: Happy Mobilmaching 😉


07.11.2014

Am 30. Oktober war es wieder soweit: SEO Day 2014 im Rheinenergie-Stadion zu Köln. Und obwohl ich aus rein privaten Gründen ungern in dieses Stadion reise, habe ich mich nach einem Jahr „SEO-Day-Pause“ sehr kurzfristig entschieden, dieses Mal doch wieder dabei zu sein. Sicher war auch ich primär am ExpertDay interessiert, die Tickets dafür waren aber wie immer sehr schnell ausverkauft. Schade…

Aber auch der SEO-Day selbst muss sich mit deutlich über 600 Besuchern nicht verstecken. Wer primär zum beliebten „Netzwerken“ angereist war, konnte sich in zahlreichen Ecken des Stadions auch ohne Störung des Vortragsbetriebs schon vor der Party austauschen… und das wurde auch genutzt. Die Location ist ohnehin (ich gebe es ungern zu) prima für solche Events geeignet.

Achja, und es gab natürlich reichlich Vorträge, was auf einer Konferenz ja nicht ganz unüblich ist. Die Speaker es m. E. dieses Mal noch besser geschafft, die sehr knapp bemessenen Sessions von größtenteils nur 20 Minuten mit Inhalten zu füllen, bei denen sich potentiell jeder etwas mitnehmen konnte.

SEO Day 2014 - Christian Tembrink und Hendrik Unger

Wer nicht da war und sich selbst ein Bild machen will, findet bei Andreas Graap ausgesuchte Sessions als Aufzeichnung. Praktischerweise überschneidet sich diese Liste nur an zwei Stellen mit den Vorträgen, die ich selbst besucht habe 😉

Den Abschluss im Stadion machte wie immer das „Superpanel“, bei dem es neben den in den anderen Recaps reichlich besprochenen Preisverleihungen vor allem eine relativ chaotische Site-Klinik für vorher ausgewählte Websites gab. Dazu nur eins: Ein Sonderpreis für brutale Ehrlichkeit wurde leider nicht vergeben, sonst hätte Jens Fauldrath den locker in der Tasche gehabt 😉

Was die Party angeht, muss ich ebenso auf andere Recaps verweisen, denn als ich einmal im Auto saß, hat es mich dann doch (mehr oder minder ungeplant) nach Hause gezogen. Bin halt alt. Es dürfte aber wieder eine Menge an Alkohol und Insidertipps im Spiel gewesen sein – so wie immer. Strich drunter: Es war ein gut investierter Tag – Danke an Fabian Rossbacher, die Speaker und alle, die dazu ihren Teil beigetragen haben. Gerne wieder!


30.09.2014

Seit Monaten bekomme ich regelmäßig Nachrichten aus den Google Webmaster Tools für die Domain eines ehemaligen Kunden. Und ich werde sie einfach nicht los. Obschon ich die Domain schon aus meinen Webmaster Tools gelöscht habe. Dass ich damit nicht allein bin, merkt man schnell, wenn man sich mit passenden Suchbegriffen bei Google um Abhilfe bemüht: Alle paar Monate wird ein neuer Eintrag in einem der mal mehr und mal weniger passenden Google Produktforen gepostet.

Ein Tipp, den man häufig liest, ist „einfach die Mails ignorieren“. Das würde ich auch gern, aber nun haben die Nachrichten eine neue Dimension erreicht. Nachdem es zunächst nur Meldungen gab, dass der Googlebot keinen Zugriff auf die Seite hat, dass sich die Fehler häufen und ähnlicher Kram, den man sich zuammenreimen kann, weil die Domain vom ehemaligen Betreiber zwischenzeitlich abgestoßen wurde, hatte ich kürzlich dieses Schätzchen im Posteingang:

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21.06.2014

Steak 1/50

Bin immer noch nicht fertig damit, meine schnell notierten Tipps von „50 Leute 100 Steaks“ so in lesbarer Form zu konservieren, dass mir nichts verloren geht. Vor allem eben, weil es viel mehr zu notieren gibt, als 49 andere Tipps, die ich auf Karls unvergleichlicher… naja, irgendwie auch sowas wie eine „Unkonferenz“… mitgenommen habe. Und auch ohne irgendetwas von den Tipps zu verbloggen, die den kleinen Teilnehmerkreis freilich nicht auf diesem Weg verlassen soll(t)en, gibt es reichlich Anlass für einen Recap. Wow!

Danke, Danke, Pfui, Danke, Yay!

Den haben aber nun schon ein paar Leute gegeben und ich verlinke gern unten einige davon. Auch teile ich mit den anderen neben der Erinnerung an dieses irre Event nun den Besitz eines Notizbuchs voller Geheimnisse und eines personalisierten Bierglases, das mich hoffentlich gelegentlich wieder in genau die Stimmung versetzt, in der ich die letzten drei Tage verbracht habe. Trotz der wirklich miesen Unterkunft im Generator Berlin, die ich zum Zeichen meiner Dankbarkeit nur nur mit nofollow und über den Umweg des Google+ Prifils anlinken kann (nehmt das!). Da bedanke ich mich lieber noch mal explizit bei Uwe von weihnachtsgeschenke.org/ für das Bierglas mit einem unverfänglichen Link ohne bösen Ankertext, damit der Plan auch wirklich aufgeht 😉 Und auch dafür noch mal Hut ab!, denn das war ja schon als „Guerilla-Geschenk-Aktion“ genauso erfolgreich wie 50L100S selbst. So funktionieren Menschen eben. Und wenn auch ohne Ticketkosten nicht nur Teilnehmer, sondern auch Veranstalter als Gewinner aus einem Event wie diesem herauskommen, dann macht das eben allen Spaß.

Perspektivenwechsel

Da SEO für mich eher Passion als Kerngeschäft darstellt, hätten für mich ja streng genommen die „SEA-nahen“ Tipps die beste Auslese ergeben müssen, soweit nicht schon bekannt. Am Ende kam es in meiner Bewertung aber ganz anders raus und so waren diejenigen, die ich als „Top“ bewertet habe, oft aus ganz anderen Bereichen. Aber dazu gleich noch was… Ich habe am Ende wirklich allen Tipps „irgendwie“ etwas abgewinnen können.

Da ich aus verschiedenen Gründen eben kein regelmäßiger Konferenzgänger bin, war mein persönliches Highlight, aus seit Jahren hartnäckig verfolgten Blogs und Podcasts echte Menschen machen zu können, mit denen man sich austauschen und die man kennen lernen kann. Natürlich ging das nicht bei allen 50 Teilnehmern nebst Veranstaltern, Fachbeirat und Rookies in der gleichen „Tiefe“, wenn man dazu nur anderthalb Tage nutzen kann… aber gewünscht hätte ich es mir schon. Klar, auch bei den Tipps sind Dinge dabei gewesen, die ich umsetzen kann und will – aber das war für mich eben nicht der Hauptgrund, Roberto´s Rat zu folgen und mich mit einem eigenen Tipp zu bewerben. Da geht es auch schon los: Man kauft kein Ticket, sondern durchläuft ein m. E. in der Form einmaliges, wenngleich sicher nicht perfekt „filterndes“ Anmeldeverfahren. Und so gab es (bestimmt nicht nur für mich, sondern viele andere Teilnehmer auch) z. T. einiges zu hören, was man schon in der einen oder anderen Form kannte und / oder nur bedingt für sich selbst „brauchen“ kann… aber es finden sich auch bei solchen Tipps neue Perspektiven oder Denkanstöße, die schon „abgehakte“ Ideen neu auf die Prioliste bringen. Außerdem gibt es eben auch – für jeden – ein paar völlig neue Ideen, die man praktischerweise direkt noch einmal mit dem Tippgeber vertiefen kann – das ist unbezahlbar.

Muss auch mal gesagt werden dürfen…

Daher kann ich auch gut verstehen, dass Teilnehmer aus dem letzten Jahr, die es dieses Jahr nicht durch das Auswahlverfahren geschafft haben, trotzdem gern dabei gewesen wären. Wird mir vermutlich nächstes Jahr genau so gehen 😐

Allein schon die Tatsache, dass der Tipp, der am Ende der Veranstaltung von den Teilnehmern als bester gewertet wurde, im Auswahlverfahren eigentlich schon ausgesiebt und nur durch Absagen wieder reingerutscht war, zeigt ein wenig die Lücken auf, die entstehen, wenn man Tipps „umschreiben“ muss, ohne sie konkret zu nennen. Ich habe aber leider auch trotz dieser… Naja: Kritik(?)… keine bessere Idee. Anonymität bei der Bewertung durch einen Fachbeirat ist da sicher kaum zu verbessern… außer vielleicht durch mehr Vergleichbarkeit der Beschreibungen (was aber durch weniger Freiheit oder mehr Detailtiefe bei der Beschreibung erkauft werden müsste). Wie gesagt: Ich habe keine bessere Idee, aber es darf dann auch nicht verwundern, wenn auch im kommenden Jahr vielleicht der eine oder andere nicht verstehen kann, warum A nicht dabei ist, aber B. Wie sehr jeder, der schon einmal dabei war, sich eine weitere Teilnahme wünscht, zeigen ja nicht nur ein paar Kommentare hier und da oder die Existenz von Parallelveranstaltungen der Plätze 51 bis x (fand ich übrigens auch eine sehr gute Idee!).

Vielleicht liegt aber noch Potential in den Bewertungsfragen, mit denen der Fachbeirat arbeitet? Zumindest die Bewertung, die ich als Teilnehmer geben konnte, war durch die Begrenzung / Auswahl der Kriterien und „Digitalität“ zwar simpel, aber vermutlich nicht für alle Tipps fair… oder gar einfach. Auf der anderen Seite kommt es ja auch nicht wirklich darauf an, wer „gewinnt“ oder nicht, denn schlussendlich fühlen sich 50+ Personen zurecht als Sieger, wenn 50L100S (leider) zu Ende geht (schnief!). Lassen wir das einfach mal so stehen…

Damit also noch mal „Danke“ an Karl und alle anderen, mit denen ich endlich mal mehr als zwei Worte wechseln konnte, statt immer nur deren Blogbeiträge zu lesen. Und diejenigen, die ich leider nur sehr oberflächlich kennenlernen konnte, treffe ich hoffentlich bei anderer Gelegenheit wieder, um dies nachzuholen. Es wird mir wohl nix übrig bleiben, als doch noch die eine oder andere Konferenz zu besuchen 🙂

50L100S in Wort und Bild


07.04.2014

Nach Köln, Bonn und Mönchengladbach durfte Aachen am 2.4. als Standort des bereits vierten e-Marketingday Rheinland antreten. Mit dem Eurogress wurde dafür eine mehr als geeignete Location für eine m. E. durchweg professionelle Veranstaltung ausgewählt. Und obschon es in diesem Jahr vielleicht nicht ganz so viele Besucher wie im vergangenen Jahr versucht haben mögen (was z. T. sicher auch der Geografie geschuldet ist), waren bereits zur Begrüßung reichlich Besucher zugegen, die es erfreulicherweise – auch diesmal frei von Parkplatzsorgen (das war nicht immer so) oder lange Wartezeiten bei der Registrierung – zeitig in den Hauptsaal geschafft hatten.

Ob allerdings der Impulsvortrag von Richard Gutjahr wirklich das ursprünglich gesteckte Ziel erreichen konnte, möchte ich bezweifeln, denn dafür erschien mir alles nach dem ersten (und leider viel zu späten) Blick auf die Uhr deutlich zu „hopplahopp“ vorgetragen. Vielleicht mag der eine oder andere dennoch verstanden haben, dass das Internet mehr als nur ein Medium ist. Ob meine Lieblingsübersetzung „Plattform“ in der Auflösung vorkam, kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen, denn der Vortragende hatte mich persönlich an der Stelle verloren, als er den armen anwesenden Unternehmern mitteilte, dass deren Websites dank IPv6 nun mit 340 Dagobertduckilliarden Kaffeemaschinen konkurrieren müsse. So sindse halt, die Keynotespeaker 😉 Trotzdem hat´s zum Start des Vortrags zumindest kurzzeitig gereicht, um es mit dem Hashtag #EMD14 bei Twitter ganz nach vorn zu bringen. Das mag als deutlicher Beweis dafür dienen, dass das Publikum durchaus weiß, wie man mit dem „Medium Internet“ (Sorry, ich konnte nicht widerstehen) umzugehen hat. Begünstigt wurde das Futter auf der installierten Twitter-Wall jedenfalls durch die Tatsache, dass es einen eigens eingerichteten „Bloggertisch“ gab, der faktisch über die ganze Dauer der Veranstaltung als Anlaufstelle (nicht nur zum Aufladen der Smartphones ;)) für eingeladene oder freiwillig erschienene „Micro- und Macro-Blogger“ gedient hat.

„Anlaufstelle“ war nach meinem Eindruck auch wieder – mehr als im letzten Jahr – die Ausstellung; sicher zur Freude der dort präsenten Sponsoren. Allein schon durch die diesmal weniger „weitläufige“ Aufteilung der verschiedenen Foren, die in 3 x 3 Themenschwerpunkten mit je 3 Vorträgen behandelt wurden, lag die Ausstellung diesmal einfach zentraler und schien daher m. E. auch mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Was die Foren und die darin zusammengestellten Vorträge angeht, so kann ich vermutlich nicht objektiv genug beurteilen, ob „der typische Besucher“ jeweils viel aus den jeweiligen Themengebieten herausziehen konnte oder nicht… auf jeden Fall aber erschienen mir die Vorträge, die ich mit selbst angesehen habe, durchaus als guter Einblick in das jeweilige Thema. Und mehr darf man bei weniger als 30 Minuten schließlich auch nicht erwarten. Der Professionalität und Erfahrung der Speaker war es zudem zu verdanken, dass es keine hoffnungslosen Versuche gab, möglichst viel an Infos in der kurzen Zeit unterzubringen, sondern es wurden zumeist bestimmte Aspekte der jeweiligen Disziplin ausgewählt und in der zur Verfügung stehenden Zeit beleuchtet. Das reicht sicher auch aus, um den teilnehmenden Unternehmern Impulse und / oder einen schnellen Einstieg zu geben und das ist schlussendlich neben dem „Netzwerken“ i. d. R. eines der Hauptziele der Besucher.

Wobei… solche Impulse mögen im Einzelfall auch eher den „Mut zu Online“ gebremst statt gefördert haben. Klassische Kandidaten dafür sind stets Vorträge rund um Internet und Recht und so hat es sich z. B. Dr. Hartleb bei seinem Vortrag zum neuen Verbraucherrecht auch nicht nehmen lassen, sich gleich selbst als „Spaßbremse“ zu bezeichnen, bevor er das Publikum wissen ließ, warum das ganze Thema dank unsinniger Vorgaben und schwammigen Formulierungen vermutlich ein einziges Ärgernis für alle Beteiligten wird (freilich außer Anwälten). Ich habe den Vortrag jedenfalls einfach genossen, ohne selbst Anwalt zu sein 😉

Durch die parallele Durchführung der Foren kann und will ich auch gar nicht weiter auf einzelne Vorträge eingehen, aber zumindest hatte ich von allem, was ich selbst besucht habe, einen guten Eindruck erhalten. Bemerkenswert war allerdings, dass es trotz vorheriger Anmeldung aller Teilnehmer zu den einzelnen Foren offenbar dennoch leider nicht immer gelungen ist, die Raumgrößen an die Vorträge anzupassen. Meint: Im Hauptsaal mag sich der eine oder andere Referent ein wenig „unterbesucht“ gefühlt haben, während andere Vorträge in kleineren Räumen mitunter so gut besucht waren, dass selbst Stehplätze Mangelware waren. Ich habe zumindest von jedem dieser beiden Extreme ein Beispiel gesehen und nehme an, dass die Ursache nicht nur in einigen zwangsweise sehr kurzfristig dank Referentenschwund umvergebenen Vortragsslots zu suchen ist, sondern einfach in der menschlichen Neigung, sich spontan anders zu entscheiden.

Organisatorisch kann man wohl kaum mehr tun, als im Vorfeld die Präferenzen abzufragen und dann auch noch auf den Konferenzpass zu drucken…. aber vielleicht hilft ja die (wie mir ungefragt vehement versichert wurde) anonyme Erfassung der realen Besucherzahlen je Raum per RFID-Zugangskontrolle dabei, die Puffer für das nächste Jahr noch genauer zu planen.

A propos meckern: beim Essen gab es m. E. auch dieses Jahr nix zu meckern. Wobei man es freilich gerade in diesem Punkt nie allen recht machen kann und es mag sein, dass jemand, der es noch unzeitiger als ich zu Tisch geschafft hat, tatsächlich nicht mehr allzu viel Auswahl hatte. War er dann aber auch selbst schuld 😉 Generell habe ich in diesem Jahr nicht viel an Kritik gehört, die über niedrige Raumtemperaturen im Hauptsaal hinaus ging. Erfreulicherweise konnte man sich aber jederzeit draußen in der Sonne, die es stets gut mit dieser Veranstaltung zu meinen scheint, aufwärmen. Die Besucher (und auch einige Aussteller), mit denen ich mich unterhalten habe, fanden jedenfalls die eigenen Erwartungen entweder erfüllt oder gar übertroffen. Dass eine das Thema Online-Marketing so „global“ und daher oft zwangsweise nur oberflächlich beleuchtende Veranstaltung auch jemanden wie Fabian Rossbacher überraschen kann, der seine kurze Zeit für einen Aufruf zur Etablierung sorgsam gepflegter Google + Local Profile genutzt hat, zeigt sein Tweet nach dem e-Marketingday:

Wie groß der Anteil des „Rahmenprogramms“ wie der Ausstellung oder des gemütlichen Ausklangs mit Roulette und Gesprächen an der Gesamtzufriedenheit ist, kann die IHK als Veranstalter hoffentlich aus den Feedbackbögen ablesen, aber da Konferenzen am Ende des Tages dann doch an der (vom Besucher wahrgenommenen) Qualität der Vorträge gemessen werden, hoffe ich auch für das kommende Jahr auf die gezielte Beleuchtung von Trends und / oder Details der zahlreichen Facetten des Online-Marketings. Düsseldorf ist ja auch nicht soooo weit weg, also plane ich den EMD15 gern schon mal ein!


12.11.2013

Da es eine so schöne Tradition ist, will auch ich nun nach meinem Besuch beim SEO Karneval eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke geben. So kurz, wie es in meinem Fall nur irgendwie geht 😉 Denn ich war zum ersten Mal bei der Veranstaltung dabei, die schon seit ein paar Jahren regelmäßig am 11.11. in Köln stattfindet. Eigentlich auch nur, weil ich das Ticket bei seo-united.de im Blog gewonnen hatte. So muss eben manchmal der Zufall helfen, denn es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Nicht wissend, was mich wohl erwarten würde, hatte ich schon im morgentlichen Zug nach Köln so eine gewisse Ahnung, dass der 11.11. kein reines Zuckerschlecken werden würde. Mit jeder Station stieg der Anteil der mal offenkundig und mal etwas subtilieren „Jecken“ stetig an. Zum Glück. Denn sonst hätte mich der Schlag ja vollkommen unvorbereitet getroffen, den der Bahnhof und das Umfeld des Doms für mich bereitgehalten hatten. Ja, ich bin hier in der Region geboren und Karneval ist mir nicht fremd. Dennoch war das mein erster Besuch an einem 11.11. in Köln und das kann ohne eine gewisse Vorbereitung schnell zum Kulturschock führen. In so einem Wetter dermaßen früh morgens schon vor allen Kneipen und Brauereien Schlangen zu bilden und kurz nach Sonnenaufgang derart stilsicher und souverän betrunken den Jecken zu geben, ist wohl nur dem Rheinländer gegeben. Hut ab! Dank der guten Vorbereitung und Wegbeschreibung von Yannick von Yagendoo Media waren die paar Schritte vom Bahnhof zum Austragungsort Früh auch mit offenem Mund und staunendem Blick erfreulicherweise schnell erledigt. Am Sammelpunkt gab es (eigenartigerweise die Umgebungstemperatur ignorierende) Linkbird-Energydrinks und Namensschilder, dann ging es (zum Glück jenseits der Schlange) zum Frühstück in den Keller. Für dessen Wahl als erneuten Standort vor allem die Tatsache spricht, dass man sich hier tatsächlich trotz des Trubels umher problemlos unterhalten konnte.

SEo Karneval

Dass der Kölner das Trinken sehr ernst nimmt, wurde aber schon beim als Grundlage für alles Kommende gut geeignete Frühstück klar, denn schnell wurde fast jede Kaffeetasse (habe ich schon erwähnt, dass es da einen thematisch passenden Sponsor der Veranstaltung gibt? ;)) von einem Kölsch flankiert. Zur weiteren Überbrückung sozialer Schranken gab es umherwerfbare Stressball-Gehine von AKM3 und eigenartige Kopfmassagen-Schneebesen-Dingsis von Domainers. „OK“, dachte ich mir, „das wird also eine Konferenz ohne Vorträge. Stattdessen wird gleich so getan, als sei es Abends und man startet gleich mit der Party. Klingt sinnvoll“. Und so funktionierte das Ganze dann auch. „Alkoholauflockern“ im Eiltempo (was mit Kölsch nicht jedem gleich leicht fällt) und dann ein steter Wechsel aus Gesprächen, kurzen Ausflügen an die „frische Luft“ (AKA Rauchen) oder auch mal (mit später steigender Schlagzahl) auf das WC. Speeddating-Marathon für SEOs so zu sagen. Aus meiner Sicht ein prima Konzept, das mich nicht nur von Halbneun bis Sieben gut unterhalten hat, sondern bei dem ich eine Menge interessanter Leute getroffen und gesprochen habe (von denen überdurchschnittlich viele Markus“ hießen… und ich bin mir nach wie vor sicher, dass das nicht am Kölsch lag). Erstaunlicherweise konnte man selbst am Nachmittag ungeachtet der harten Rahmenbedingungen noch sinnvolle und längere Gespräche führen – wenn man denn wollte. Alles in allem also eine wirklich runde Sache! Nur schade, dass man mich nicht mit viel Trara und in allen Ehren als Alterspräsident der diesjährigen Session benannt hat, denn ältere Baujahre als das Meine habe ich nicht gefunden 😉

Und so werde ich wohl auch im nächsten Jahr gern wieder dabei sein, selbst wenn ich keine Karte gewinnen sollte. Dank der zahlreichen Sponsoren, deren Unterstützung zumindest bis zu meinem Absprung für eine störungsfreie Kölsch-Versorgung genügt hat, ist der ganze Spaß auch für zahlende Teilnehmer sehr günstig zu haben. Like! Daher noch mal ein expliziter Dank an alle, die ich nicht bereits genannt habe:

BTW: Gern hätte ich an dieser Stelle noch ein paar andere Recaps verlinkt, aber entweder feiern die anderen noch oder scheuen den potentiell zu frühen Versuch, ganze Sätze zu formulieren. Ich kann das gut nachvollziehen. Das wird sich sicher noch ändern und dann lege ich an dieser Stelle nach – auf ein paar Links mehr oder weniger kommt es ja nun auch nicht mehr an 😉

Update: Hier ein paar inzwischen erschienene weitere Recaps – mich reichlich Bildern 😉 Das werden sicher noch mehr.


01.08.2011

Ab Mittwoch geht es los: Yahoo stellt die organischen Treffer vollständig auf Bing um. Keine unterschiedlichen Rankings mehr; ein Algo weniger. Bedeutet: Wer gute Rankings bei Yahoo, aber schlechte bei Bing für seine trafficbringenden Keywords hat, kann sich auf einen leichten Rückgang der Besucher von dort einstellen. Das ist je nach Einzelschicksal sicher nicht ganz irrelevant; dennoch sollte sich der „Schaden“ angesichts der (derzeitigen) Marktanteile bei den meisten Sites deutlich in Grenzen halten. Und auf der anderen Seite gibt es dann auch ein paar Gewinner. Zudem kann es niemanden wirklich unvorbereitet treffen, der sich auch nur ansatzweise um Besucher durch organische Rankings schert. Dennoch ist die Endgültigkeit und – leider nicht ganz unwahre – Formulierung des knappen Abgesangs, der gerade von Yahoo in´s Postfach flatterte, irgendwie beklemmend:

„wir möchten Sie heute darüber informieren, dass die algorithmischen Suchergebnisse auf Yahoo! (also die Suchergebnisse im Hauptteil der Yahoo! Suche, auch Index oder organische Suchergebnisse genannt) in Kürze von Microsoft bereitgestellt werden. Dies ist ein bedeutender Schritt im Rahmen der Yahoo! und Microsoft Search Alliance und bringt uns unserem Ziel näher, die Relevanz der algorithmischen Suchergebnisse auf Yahoo! weltweit weiter zu verbessern.

Die Umstellung der algorithmischen Suchergebnisse von Yahoo! auf Bing wird am 3. August 2011 für die Yahoo! Suche in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien beginnen.


Es ist keine Initiative Ihrerseits erforderlich – Sie sollten sich jedoch auf diese Änderung vorbereiten, wenn algorithmische Suchergebnisse Nutzer auf Ihre Website bringen:

  • Vergleichen Sie Ihr Ranking in den algorithmischen Suchergebnissen auf Yahoo! und Bing in bezug auf die
    Suchbegriffe, die für Ihr Unternehmen relevant sind, um potentielle Auswirkungen auf Ihren Traffic und Ihren
    Abverkauf zu erkennen.
  • Passen Sie Ihre kommerziellen Search Marketing-Kampagnen gegebenenfalls an, um gegebenenfalls
    Veränderungen in den algorithmischen Suchergebnissen zu kompensieren.
  • Überprüfen Sie die Bing Webmaster Tools und optimieren Sie Ihre Webseite für den Bing Crawler, um

    sicherzustellen, dass Ihre Website in den algorithmischen Suchergebnissen von Yahoo! und Bing gut
    platziert wird.



Beachten Sie bitte, dass Yahoo! die kommerziellen Suchergebnisse NOCH NICHT umstellt. Sie sollten weiterhin Ihr Yahoo! Search Marketing Konto wie üblich verwalten. Wir werden Sie rechtzeitig vor der Umstellung der kommerziellen Suchergebnisse in Ihrem Markt informieren, um einen reibungslosen Ablauf vorzubereiten.“

Auf jeden Fall hat mein „Yahooooohuhooooo„-Klingelton, der mir schon so manch verwirrten Blick bei (Google-)Veranstaltungen eingebracht hat, ab sofort für meine Ohren einen nostalgischen Nachhall. Ein Grund mehr, ihn nicht zu wechseln… 😉


24.05.2011

Wer sich – freiwillig oder aus beruflichem Druck – für die Google-Suche interessiert, sich bisher aber mit der Ausrede „das ist mir aber viel zu viel technisches Webmaster-Zeugs“ oder ähnlich fadenscheinigen Aussagen davor gedrückt hat, die Google Webmaster Central oder den deutschen Ableger zu abonnieren, dem sind nun Argumente ausgegangen, denn Google betreibt jetzt unter Inside Search eine eigene Anlaufstelle für alles, was „direkt“ mit der Suche zu tun hat. Das bedeutet nun aber ganz und gar nicht, dass man sich Webmaster Central nun sparen kann… sondern nur, dass man mit weiteren Kleinigkeiten versorgt wird, die hoffentlich nicht nur Anekdoten aus dem Leben des Search-Teams, sondern idealerweise auch Handfesteres zu bieten haben. Der vollmundige Eröffnungsbeitrag läßt da gleichermaßen hoffen und bangen… wir werden es ja erleben. Oder ertragen. Oder beides. 😉


13.05.2011

Wenngleich die Ergebnisse der frisch bei SEO-United durchgeführten Umfrage zum Social-Media-Traffic aus mehreren Gründen nicht als Messlatte für den gesamten deutschen Online-Markt genommen werden kann, ist es doch ein weiteres Beispiel für das, was viele Webmaster selbst in ihren Projekten feststellen: Social Media ist nur für sehr wenige, meist direkt an die sich auf Facebook tummelnde Masse gerichtete Angebote als direkter Trafficlieferant geeignet.

Trafficverteilung für 150 Websites

Facebook bringt schlappe 5%; Twitter keine 3%. Da ist Yahoo oder ASK für viele deutlich relevanter, wenn man nur den direkten (und direkt zuzuordnenden) Traffic zählt.

Klar, es gibt noch die 999 anderen Gründe, warum man an Social Media nicht vorbei kommt, aber wenn selbst in einer Umfrage, deren Zielgruppe schon viel IT-lastiger ist als der Rest der Republik, so ernüchternde Zahlen rauskommen, muss sich doch eigentlich niemand mehr ernsthaft die Frage stellen, ob man den Like-, Tweet- und +1-Button wirklich braucht oder nicht. Jedenfalls in den meisten Projekten. Deutlich mehr wird es natürlich, wenn man unter „Social Media Traffic“ auch Besucher aus anderen Blogs versteht… entweder direkt oder über den Umweg „Google“… denn auch dieser Traffic kann ja durchaus „Social“ sein. Wer das aber grundätzlich anders sieht, darf gern die Facebook-Kommentarfunktion nutzen und das kundtun 😉


04.03.2011

Um die Frage gleich zu beantworten: Aktuell ist die Verknüpfung zwischen Webmastertools und Analytics eigentlich noch zu gar nichts gut. Aber das kann sich ja durchaus noch ändern… Speziell die Google Webmastertools haben sich in den letzten Monaten ja durch stetige kleinere und größere Verbesserungen hervorgetan. Da dort vor allem der Bereich der Analyse von Klicks und Impressions im Suchanfragenbericht immer hilfreicher wird, ist der Wunsch nach ähnlichen Reports direkt in Google Analytics nicht ungewöhnlich. Aktuell findet man aber nichts weiter als zwei sehr unspannende Links aus den WMT zu Google Analytics. Nichts in der anderen Richtung oder praktischere / engere Integration beider Produkte.

Ich glaube aber trotzdem, dass sich die „Mühe“ der Verknüpfung lohnt und je nach Resonanz auch relativ schnell nicht nur weitere Brücken zwischen beiden Produkten geschlagen werden, sondern die wesentlichen Daten aus den Webmaster-Tools kurz oder lang deutlich näher an Google Analytics rücken als heute. Schön wäre es jedenfalls…

Wer heute schon mal reinsehen will und die Webmastertools mit dem gleichen Google-Konto wie Analytics betreibt (das ist Voraussetzung – zur Not also das Profil in Analytics für den richtigen Account freigeben), findet die Verknpüfung direkt im Dashboard der Webmastertools.

Verknüpfung herstellen

Je nach Anzahl der für dieses Konto freigeschalteten Analytics-Accounts kann die Auswahl des richtigen Kontos zur Aufgabe werden, die ohne Browser-Suchfunktion gar nicht gelöst werden kann (so sah das jedenfalls bei mir aus). In der Regel ist die Liste aber so übersichtlich wie hier dargestellt und die Auswahl des richtigen Profils kein Problem.

Profil wählen

Zum Dank erhält man dann erstens einen Link im Bericht „Links zu Ihrer Website“, der direkt zum passenden Report des verbundenen Analytics-Profils führt.

Verlinkende Websites anzeigen

… und noch trivialer ist der Link oben in den Webmastertools, der stets zum Dashboard des passenden Analytics-Profils führt.

Dashboard anzeigen

Gähn. Ja sicher: Das mag praktisch sein, wenn man eine gewisse Anzahl von Sites verwaltet und daher ggf. schneller auf zwei selbst geöffneten Tabs mit beiden Informationsquellen durcheinanderkommt, wenn er diese Links in die stets passenden Profile nicht hat. Trotzdem für sich gesehen viel zu langweilig und nebensächlich, um überhaupt einen Blogbeitrag drüber zu schreiben. Wenn es denn nicht mit ein wenig Glück nur der Einstieg in eine tiefere Integration ist. Man darf ja mal träumen 😉


02.11.2010

Zeitgleich mit den ersten Geräten, auf denen ich Internetseiten „unterwegs“ betrachten konnte – mit sehr gewöhnungsbedürftigen Browsern auf Telefonen, die heute niemand mehr ungestraft „Smartphone“ nennen kann -, kam bei mir der Wunsch auf, auch ohne PC schnell mal einen Blick auf den Seitenquellcode werfen zu können. Da es zwar für unterschiedliche Geräte durchaus verschiedene Möglichkeiten gibt und Browser ohnehin schon lange nicht mehr so doof sind wie früher, ich aber trotzdem bisher keine wirklich überall funktionierende Lösung finden konnte, habe ich mir bisher mit einem sehr einfachen Script auf der eigenen Site selbst geholfen, mit dem ich den Quelltext nach Eingabe der Adresse ansehen konnte… mehr oder weniger schön formatiert. Wer sich kein „eigenes“ Script mit möglichst minimalistischer Darstellung und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitteten Optionen gönnen will, findet entsprechende Webdienste wie den Code Viewer bei iWebTool, muss dann aber halt je nach Displaygröße auf dem mobilen Gerät ein wenig scrollen.  

Update 05/0211: Auf jeden Fall einen Besuch wert sind zudem die zwei folgenden Dienste, auf die ich dank des Vortrags „Use Page Speed to Optimize Your Web Site For Mobile“ auf der Google I/O 2011 (nein, ich war nur via Youtube da) kennengelernt habe und die m. E. ganz besonders gut ihren Job machen:

  • jdrop.org: Sehr hilfreich bei der Analyse mobiler Seiten, ohne sich zwingend mit den Werten auf dem Telefon, sondern vorzugsweise in einem Browser am PC zu befassen. Warum das nun hier steht? Weil man auf diesem (Um)weg auch zum…
  •  MobilePerf Bookmarklet kommt. Und damit holt man sich eine Menge an mehr oder weniger sinnvoll auch mobil nutzbaren Bookmarklets auf den Rechner; auch für Firebug Lite, DOM Monster, SpriteMe, CSSess und Zoompf. Allesamt prima Tools, die nicht nur bei der Ansicht eines Seitenquellcodes auf dem Mobiltelefon, sondern bei sehr viel mehr hilfreich sein können.
  • Der Vollständigkeit halber soll hier auch blaze.io genannt werden, speziell blaze.io/mobile. Nicht, dass man hier wirklich sehen würde, wie der Quellcode aussieht, aber es ist nicht minder hilfreich bei der Analyse von Websites aus „mobiler Sicht“.

Auch ausgerechnet eine Suchmaschine (die ausnahmsweise nicht Google ist!)
löst das Problem – für eine große Zahl an Seiten – sehr elegant: Bei
blekko.com kann man nicht nur einige Kennzahlen und Links etc. per
Slashtag /seo abrufen (Beispiel: http://blekko.com/ws/gandke.de+/SEO),
sondern auch mit dem Slashtag /source den Quelltext einer Seite
abrufen. Dazu muss diese allerdings auch schon mal von blekko.com
besucht worden sein – und das gilt natürlich noch lange nicht für alle
Sites und meistens kann man so „nur“ die Startseite betrachten. Weiteres
Problem: Man sieht das, was blekko bei seinem letzten Besuch gesehen
hat. Das muss aber nicht dem Sourcecode der aktuell wirklich gezeigten
Seite entsprechen.

Blekko auf Opera 5
Quellcode auf einem „Dumbphone“ mit Opera Mini

Auf dem iPad (und wohl auch dem iPhone; ich hab nur keins) kann man alternativ prima Snoopy benutzen oder spezielle Apps dazu installieren. Leider funktioniert dies bei Android auf´m Telefon so aber nicht. Auch entsprechende AddOns für Dolphin habe ich nicht gefunden (dafür aber für ein paar andere hilfreiche Angaben). Wer aber nicht nur (im Nutzen oft sehr eingeschränkte Informationen) rund um den „SEO-Status“ einer Domain per App oder ein unschönes Script benutzen mag, muss wohl weiterhin den Browser verlassen und eine App benutzen. Zum Glück gibt es ja eine Menge davon und man muss auch kein Geld ausgeben. Eigentlich sogar zu viele Apps: Entweder ist die Formatierung gruselig oder die Eingabe der zu untersuchenden Adresse trotz Zwischenablage unnötig kompliziert. Mein Tipp ist daher entweder View Web Source oder View Page Source (fast gleich, nur kleinerer Font), da diese beiden wenigstens schnell mittels STRG+S direkt im Browser mit der Adresse der akt. Seite versorgt und aufgerufen werden können.  


14.04.2010

Jaja, oft sind es ja die einfachen Ideen, die am besten ziehen. Aktueller Fall: Projectplace sucht die beste Projektmanagement-Ausrede. Da hagelt es sicher eine Menge neuer Links und Tweets, die der Domain guttun -was auch die Vergabe des Tags „SEO“ hinreichend erklären sollte 😉 Mir soll´s recht sein; also bin ich auch dabei. Nach reiflicher Überlegung habe ich alle Ideen rund um…

  • in parallele Realitäten entwichene Arbeitspakete,
  • Aliens und
  • Hackerangriffe aus China sowie
  • weiteren Unsinn

…verworfen und mich für einen echten Kassiker aus der Paxis entschieden:

„Gestern lief das noch problemlos, ehrlich!“

Wem´s bekannt vorkommt – oder wer mir einfach einen Gefallen tun will, obschon ich sicher keine Chance haben werde – kann hier abstimmen (Danke auch!). Ansonsten findet man am schwarzen Brett unter der Adresse (zumindest eine zeitlang) bestimmt eine Menge an originellen und unverbrauchten Ausreden, wenn das Projekt mal nicht so will wie geplant. Man weiß ja nie, wozu man sowas mal brauchen kann…  😉


23.03.2010

Es ist nicht wirklich neu, dass ab und an ein Fax auf meinem Tisch (ich nehme an, zu meiner Belustigung) landet, bei dem es um einen Eintrag in diesen oder jenen unnützen Webkatalog geht. Jetzt werden diese verzeifelten Inhaber wertloser Domains aber zwischenzeitlich ähnlich dreist wie die Pseudo-SEO-Agenturen, deren Callcenter-Mitarbeiter sich zwar nicht mehr an den Namen der eigenen Firma erinnern können, dafür aber genau wissen, dass man „damals das Häkchen bei SEO gemacht hat“, als das AdWords-Konto eingerichtet wurde. Sach´et, Atze: Ja, nee; is´ klar

Das Papier-Pendant, welches ich gerade aus dem Fax gefischt habe, ist ähnlich beknackt mit „Datenmeldung an www.google.de“ überschrieben und die monatlichen Kosten von knapp 90,– Euro netto, die freilich jährlich und vorab fällig werden, sind ebenso gut im Kleingedruckten versteckt wie die „Leistungsbeschreibung“. Reichlich teuer für einen Eintrag in ein saftloses Verzeichnis auf den Kokosinseln, finde ich. Schade nur, dass solche Schaumschläger dann im Endeffekt doch zu ihrem Geld kommen, weil 0.01% der angefaxten Klein- und Kleinst-Unternehmer tatsächlich denken, für den vergleichsweise ja sehr günstigen Betrag künftig jede Menge Besucher durch Google zu erhalten. Pfui!

Webkatalogspam

Da ist mir der übliche „Webkatalog-Faxspam“ von irgendwas-verzeichnis/buch/liste/dingsda.info-oder-sonstwas schon fast lieber… denn wenigstens versucht man hier nicht auch noch mir vorzugaukeln, Google habe etwas damit zu tun. Dass auch diese Kandidaten mit ihrem „um die 1000,- Euro netto – Nepp“ genau so nerven, wie die angesprochenen fähigkeitsfreien SEO-Wunderagenturen, die Top-Rankings für kleines Geld in einer Suchmaschine garantieren, deren Funktionsweise ihnen nicht mal als hoch vereinfachte Bauklötzchen-Kinderskizze bekannt ist, versteht sich aber sicher von selbst…      


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