09.09.2010

Im Gewusel um die "brandneue" Google Instant Search, die alle Shorthead-Keyword-sichtbaren SEO Projekte jubilieren und alle Werbetreibenden um die schöne Klickrate bangen läßt (für alle, die sich fragen, wann genau eine Impression gezählt wird, findet die Antwort hier) ist mir doch Google Scribe fast durch die Lappen gegangen (Danke für den Tweet, DAN ;)).

Und während ich die Instant Search persönlich so sehr brauche wie noch ´nen Arm, der mir aus der Kniekehle wächst, finde ich Scribe (früher Web, jetzt ein Plugin für Chrome) eigentlich ganz nett - zumindest als schlechter Ersatz für das "Wave-Feeling", wo man sich ja schon so schön dran gewöhnt hatte, dass irgendeiner dazwischentippt, während man schreibt (und nein: bei der Suche mag ich das auch nicht!) Allerdings habe ich auch auf dem Desktop eher selten so lange warten wollen, bis irgendeine InteliSense-, Suggest- oder sonstwie Bevormundungsfunktion greift. Vielleicht bin ich da ja zu oldschool...

Google Scribe bringt jedenfalls die Autovervollständigung künftig auch in andere Google Produkte wie sicher Google Mail, Google Text & Tabellen, Google Pommes etc. - halt überall, wo man schreiben kann und sich der typische Honk keine Gedanken über Rechtschreibung machen kann oder will. Hurrrrahh!

Bisher aber nur in englischer Sprache. Und das dann auch noch nicht soooo perfekt:

Google Scribe

OK, jaja, schon gut. Beta halt. Aber es fällt schon irgendwie auf, dass viele Dinge immer unausgereifter auf die Webheit losgelassen werden (Frag Leo Laporte, warum er Buzz eine ganze Zeit nicht  genutzt hat 😉). Egal...

Momentan ist auf jeden Fall offenkundig noch eine Menge aufzuräumen oder wenigstens besser anhand des bisherigen Textes zu filtern, bevor die Vorschläge wirklich hilfreich werden. Aber wir bekommen so wenigstens bis zur Verbesserung einen Riesenhaufen an echt tollen Vorschlägen für Funktions- und Variablennamen. Das Keywordtool für uninspirierte Entwickler also.

Google Scribe

07.09.2010

Hinweis: Es passt zu GA4, dass auch nach Jahren am Markt so sinnvolle Features wie dieses noch nicht im Tool angekommen sind und es auch nie werden. Die explorativen Datenanalysen haben andere, viel grundlegendere Funktionslücken und selbst einfache Dinge wie die Anpassung von Spaltenbreiten ist dort zu viel verlangt. Der Druck, für Auswertungen die GA4 Oberfläche zu verlassen und auf BigQuery zu setzen, mag beabsichtigt sein. Die Beschreibung des unten stehenden Features aus Universal Analytics soll daher als Erinnerungsstück erhalten bleiben.

Sich über einzelne neue Funktionen auszulassen lohnt sich nur dann, wenn es wirklich ein Knaller ist. Und warum auch immer: Obwohl die neue Sortierung nach Gewichtung bei Google Analytics vielleicht auf den ersten Blick unspannender erscheint als andere neue Zeitsparer der letzten Wochen und Monate*, habe ich mich schneeköniglich gefreut, als ich erstmals über das neue Feature in einem Analytics-Account gestolpert bin. Weiterlesen... »

21.07.2010

Mann, normalerweise ist Fishing-Spam ja so schlecht gemacht und offensichtlich, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass jemand drauf hereinfällt. Aber was ich da heute von der Postbank bekommen habe (komisch, hab gar kein Konto bei denen?), ist nun wirklich die Krönung: Täuschend echt, mit einem aufrüttelnden, syntaktisch einwandfreien und leicht verständlichen Text, den extra ein Heer von Deutschlehrern mehrfach korrekturlesen musste, so dass eine selten gesehene Professionalität erreicht wurde.

Unglaublich? Dann sieh selbst, werter Leser: 

Genau: Sicheres Banking dank fester IP!

Eins steht aber fest: Wenn man endlich für die Zustellung von Mails Geld bezahlen muss, wird vielleicht auch der Spam vorher endlich mal kontrolliert. Ein Hoch auf den ePost-Brief oder wie das Ding heißen soll, das einen noch nicht erwachten Bedarf schon heute zu decken trachtet... 

25.05.2010

Ich mußte meinem Kollegen Seppel (Nein, der heißt nicht so, wird aber bestimmt gleich lautstark meckern, sobald der diesen Beitrag liest) heute spontan zustimmen, als er mir das folgende Bild mit dem Kommentar "Einer gewissen Ironie entbehrt es ja nicht 😉" zukommen ließ:

404 bei Google

Nicht, dass die Seite ohne eine Weiterleitung oder bei Nennung der zuvor eingegebenen, offensichtlich falschen URL hilfreicher wäre - da sollte Google wohl besser das eigene 404-Widget [verstorbener Link entfernt] einsetzen und eine individuelle Fehlerseite konfigurieren, die Vorschläge macht, eine Suchfunktion beinhaltet 😉

Und damit dieser Beitrag irgendwie die Kurve bekommt und außer dem nur in einer sehr begrenzten Zielgruppe belustigungsähnliche Emotionen weckende Bild dann doch noch ein gewisser Mehrwert für alle sieben geneignten Leser bietet, hier Links zu ein paar Anregungen, warum eine Fehlerseite hilfreich sein sollte und wie eine individuelle Fehlerseite z. B. aussehen kann.

20.04.2010

Wer die Anspielung auf Kiss (z. B. altersbedingt) nicht verstanden hat: Macht nix. Es geht ja auch nicht um Musik, sondern meine stetig wachsende Überzeugung, dass 95% der Windows-Nutzer heute eigentlich genauso gut mit Linux klar kämen. Und das ist auch nur ein Teil der Story...

RIP DLL-Hell!

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19.04.2010

Wer sich zu früh für ein Netbook entschieden hat, wird an Windows nicht viel Freude haben. Nachdem ich mit der viel zu kleinen 7 Zoll Version meine ersten Schritte mit Linux auf einem eeePC machen durfte und ich zu schnell auf ein neueres Modell umgestiegen war (901), auf dem Windows XP zwar läuft, aber wegen der kleinen, schnellen (4 GB) und viel zu lahmen zweiten SSD in keiner Installationsvariante Spaß macht, habe ich mich entschieden, auch den wegen des ewig knappen Speichers und der ewigen Probleme bei der Aktualisierung des Systems ungeliebten 901 wieder nutzbar zu machen. Sprich: Auch da muss Linux her. Weiterlesen... »

14.04.2010

Jaja, oft sind es ja die einfachen Ideen, die am besten ziehen. Aktueller Fall: Projectplace sucht die beste Projektmanagement-Ausrede. Da hagelt es sicher eine Menge neuer Links und Tweets, die der Domain guttun -was auch die Vergabe des Tags "SEO" hinreichend erklären sollte 😉 Mir soll´s recht sein; also bin ich auch dabei. Nach reiflicher Überlegung habe ich alle Ideen rund um...

  • in parallele Realitäten entwichene Arbeitspakete,
  • Aliens und
  • Hackerangriffe aus China sowie
  • weiteren Unsinn

...verworfen und mich für einen echten Kassiker aus der Paxis entschieden:

"Gestern lief das noch problemlos, ehrlich!"

Wem´s bekannt vorkommt - oder wer mir einfach einen Gefallen tun will, obschon ich sicher keine Chance haben werde - konnte abstimmen (längst beendet! ;)). Ansonsten findet man am schwarzen Brett unter der Adresse (zumindest eine zeitlang) bestimmt eine Menge an originellen und unverbrauchten Ausreden, wenn das Projekt mal nicht so will wie geplant. Man weiß ja nie, wozu man sowas mal brauchen kann...  😉

11.04.2010

Eigentlich eine nette Idee: Ein paar Suchbegriffe eingeben und aus den Suchergebnissen einen netten keinen Werbefilm in weniger als 5 Minuten produzieren. Wer allerdings bei all den Suchbegriffen, die da in Frage kommen, auch wirklich oben zu finden ist, der kann sich sicherlich auch aufwändigere Produktionen leisten.

Trotzdem - es macht Spaß und geht schnell. Mir wollte zwar auf die Schnelle keine wirklich ausgefallene Werbeidee kommen, aber ich habe die neuen "Search Stories" bei GooTube trotzdem mal ausprobiert. Das Ergebnis gammelt immer noch bei YouTube herum.

31.03.2010

Was bleibt nun nach dem Rückzug von Google als Suchmaschine aus China, wo man sich irgendwann wohl zu sehr verbiegen musste, um den geltenden Zensuranforderungen zu entsprechen? Nicht, dass man bei Google nicht auch in Deutschland und anderen Gebieten zensierte Ergebnisse ausliefern muss, aber das China ein Sonderfall war - und ist -, bestreitet wohl kaum jemand.

Primäres Ziel der Regierung nach dem Umschalten auf die unerwünscht offene Google-Fassung aus Hong Kong ist (wie immer) die Unterbindung von Kritik und Verbreitung der Diskussion, wie die von der Washington Post veröffentlichte Liste der Regularien für Online-Berichterstattung unmissverständlich unterstreicht. Da muss man sich schon wundern, dass es dennoch offenbar zahlreiche Mutige gibt, die Kerzen, Blumen und Kränze vor dem nutzlosen Google-Hauptquartier in Peking ablegen... und sich dabei sogar noch fotografieren lassen. Gibt es aber wirklich; zu sehen in einem Artikel des Guardian [verstorbener Link entfernt] über die Bemühungen, sich gegen eben diese Form der "Aussperrung aus dem Internet" zur Wehr setzen.

 

23.03.2010

Es ist nicht wirklich neu, dass ab und an ein Fax auf meinem Tisch (ich nehme an, zu meiner Belustigung) landet, bei dem es um einen Eintrag in diesen oder jenen unnützen Webkatalog geht. Jetzt werden diese verzeifelten Inhaber wertloser Domains aber zwischenzeitlich ähnlich dreist wie die Pseudo-SEO-Agenturen, deren Callcenter-Mitarbeiter sich zwar nicht mehr an den Namen der eigenen Firma erinnern können, dafür aber genau wissen, dass man "damals das Häkchen bei SEO gemacht hat", als das AdWords-Konto eingerichtet wurde. Sach´et, Atze: Ja, nee; is´ klar

Das Papier-Pendant, welches ich gerade aus dem Fax gefischt habe, ist ähnlich beknackt mit "Datenmeldung an www.google.de" überschrieben und die monatlichen Kosten von knapp 90,-- Euro netto, die freilich jährlich und vorab fällig werden, sind ebenso gut im Kleingedruckten versteckt wie die "Leistungsbeschreibung". Reichlich teuer für einen Eintrag in ein saftloses Verzeichnis auf den Kokosinseln, finde ich. Schade nur, dass solche Schaumschläger dann im Endeffekt doch zu ihrem Geld kommen, weil 0.01% der angefaxten Klein- und Kleinst-Unternehmer tatsächlich denken, für den vergleichsweise ja sehr günstigen Betrag künftig jede Menge Besucher durch Google zu erhalten. Pfui!

Webkatalogspam

Da ist mir der übliche "Webkatalog-Faxspam" von irgendwas-verzeichnis/buch/liste/dingsda.info-oder-sonstwas schon fast lieber... denn wenigstens versucht man hier nicht auch noch mir vorzugaukeln, Google habe etwas damit zu tun. Dass auch diese Kandidaten mit ihrem "um die 1000,- Euro netto - Nepp" genau so nerven, wie die angesprochenen fähigkeitsfreien SEO-Wunderagenturen, die Top-Rankings für kleines Geld in einer Suchmaschine garantieren, deren Funktionsweise ihnen nicht mal als hoch vereinfachte Bauklötzchen-Kinderskizze bekannt ist, versteht sich aber sicher von selbst...      

12.03.2010

... dann ist bei Google wohl mal wieder was schief gelaufen. Diesmal geht es mir gar nicht im die zahlreichen neuen und alten Ansatzpunkte für Kritik hinsichtlich Datenschutz & Co., sondern um zwei andere Punkte, die als Symtom für etwas herhalten können, was derzeit zum Problem zu werden scheint: Ungeachtet der unendlich scheinenden Ressourcen verzettelt man sich offenbar bei Google mit steigender Frequenz. Weiterlesen... »

26.02.2010

Wer sich im letzten Jahrtausend noch mit Frontpage von Microsoft als "HTML-Editor" herumgeschlagen hat, um Webseiten zu erstellen und zu "pflegen", hat nicht nur unglaublich viel geflucht, sondern auch irgendwann vergeblich auf aktuellere Versionen gehofft. Ein Teil hat den Absprung zu anderen Lösungen geschafft, der Rest ist dann irgendwann bei Expression Web gelandet. Ich will nicht behaupten, dass ich von der ersten Version des Frontpage-Nachfolgers begeistert war, aber ich hatte deutlich weniger Anlass zum Fluchen. Sicher: Mir sind nach wie vor Projekte lieber, in denen entweder ein ordentliches CMS im Spiel ist oder man sich den Editor für statische Seiten selbst aussuchen kann. Und ich weiß auch nicht, ob man jedem eingefleischten Frontpage-Benutzer einfach so ExpressionWeb antun sollte... schon gar nicht nach dem Update auf die Version 3.

Persönlich habe ich zwar die Freude, mich nicht mehr mit DWT-Dateien und anderen Scherzen aus typischen Frontpage-Websites herumzuschlagen und habe Expression Web (in der version 1) daher nur sporadisch als "normalen" HTML-Editor verwendet. Und gern auch einige der Tools wie z. B. die Optimierungsfunktion verwendet, mit der man gut "Word-HTML-Übergewicht" abspecken kann. Es gibt aber noch eine Menge Leute da draußen, die entweder immer noch Frontpage verwenden oder zumindest ein Werkzeug bevorzugen, das funktional und hinsichtlich der Bedienung möglichst nah an Frontpage / Expression Web liegt. Umso überraschter war ich, als man mich jüngst auf den SharePoint Designer 2007 aufmerksam gemacht hat. Hier scheint mir erst einmal alles drin zu sein, was ich aus Expression Web irgendwann mal genutzt habe. Ob damit auch DWT-Mastertemplates bearbeitet werden können, konnte ich allerdings gerade (zum Glück ;)) nicht ausprobieren.

Na gut... das Ding ist vielleicht optisch nicht so ansprechend wie die aktuellen Expression-Produkte, sondern scheint eher der Version 1 zu entsprechen. Dafür ist es aber im Gegensatz zum (mit knapp 150 Euro allerdings auch nicht gerade überteuren) "Expression Web" vollkommen kostenlos und kann ohne viel Zinnober drumherum einfach so bei Microsoft heruntergeladen und eingesetzt werden, Sharepoint hin oder her.

Ich werde jetzt wohl kaum deshalb auf Notepad++ oder Weaverslave für die Bearbeitung überschaubarer HTML/CSS/PHP/ASP-Dateien verzichten (von denen ich je nach Mondphase mal den einen und mal den anderen bevorzuge) aber zumindest empfehlenswert finde ich dieses Angebot schon und werde sicher das eine oder andere Mal nun zum SharePoint Designer greifen, wenn der Wunsch aufkommt, bestimmte Werkzeuge zu verwenden, die man irgendwann einmal schätzen gelernt und später wieder vergessen hat 😉