30.07.2022

Wenn potenzielle Wechsler von Analytics zu anderen Lösungen vor der Auswahl stehen, welches Tool künftig zum Einsatz kommen soll, ist in den letzten Jahren speziell in der Gruppe der "kleineren" Lösungen eine reiche Auswahl entstanden. Mit pirsch.io tritt eine weitere leichtgewichtige Webanalyse Lösung für cookie- und consentfreien Betrieb an. Pirsch ist - einfach ausgedrückt - ein funktionales Abbild (AKA "Clone") von Plausible. Das ist nicht wertend zu verstehen, sondern bedeutet, dass alle Funktionen, die man von Plausible kennt, im Wesentlichen auch bei Pirsch zu finden sind. Ebenso wie das Vorbild ist pirsch.io in großen Teilen als Open Source Projekt einsehbar. Der Anbieter stammt aus Deutschland, wo auch das Hosting von Dienst und Daten stattfindet. Das macht diese Lösung - zusammen mit vergleichbaren Preisen - zu einer validen Option bei der Wahl eines Google Analytics Nachfolgers in der "Reporting-Klasse". Was steckt drin? Weiterlesen... »

16.07.2022

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus Juli 2022 und dokumentiert den Effekt, den Safari 15.5 (IP-Schutz vor bekannten Trackern) auf Universal Analytics hatte. UA ist seit Juli 2023 abgeschaltet; der verlinkte Data-Studio-Report sowie alle Screenshots zeigen UA-Daten. Der grundlegende Mechanismus - Browser-Trackingschutz verzerrt IP-basierte Standortbestimmung - gilt für GA4 und alle anderen cloudbasierten Tools ebenso. Wer sich heute mit Bot-Erkennung und Datenqualität befasst, findet aktuellere Hilfestellung im Beitrag zur serverseitigen Erkennung rendernder Bots.

Nanu, was ist das denn für ein bekloppter Titel? Klären wir es auf: Seit Mitte Mai häufen sich die Anomalien in der geografischen Zuordnung in der Webanalyse, allen voran Google Universal Analytics. Diese äußern sich auf unterschiedliche Weise und sind je nach Zusammensetzung des Traffics unterschiedlich „dramatisch“. Generell verschieben sich Standorte von Besuchern mit Safari Browsern durch eine Änderung in Version 15, die in einer der jüngeren Updates per Default aktiviert ist und welche die IP vor bekannten Trackern schützt.

Im Ergebnis stammen Besucher z. B. gehäuft aus einzelnen Städten wie Köln in einem signifikant wachsenden Anteil oder - wahrscheinlicher - stammen lt. Standort sogar aus den USA. Dabei ist die Sprache des Browsers nach wie vor auf „DE“ eingestellt, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass hier etwas nicht stimmen kann. Weiterlesen... »

09.07.2022

Über einen Kommentar zu meinem Beitrag zu Google Analytics Alternativen beim OMT bin ich auf Digistats aufmerksam gemacht worden. Glaubt man dem Changelog, ist zumindest die öffentlich verfügbare Version noch nicht lange am Markt und auch die ID meines Testaccounts mag darauf hinweisen, dass es noch keine Massen an Nutzern gibt. Wie auch immer: Ich hatte bis zum Kommentar noch nichts davon gehört und war neugierig, was drin steckt in einem Tool, das sich auf der Startseite mit dem Versprechen eine "unkomplizierte und datenschutzfreundliche Besucherstatistik" zu sein in der "Plausible-Klasse" einsortiert, aber zugleich in einer Vergleichstabelle gegen Google Analytics und Matomo antritt. Datenschutzkonform und cookielos.

TL;DR: Ich halte es eher für einen Vertreter der ersten Kategorie... mit Potential. Das Ziel ist aber Reporting, nicht Analyse. Wer mehr wissen will: Hier die Langfassung des Kurztests 😉

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28.06.2022

Mehr als ein Jahr nach meinem ersten Blick auf das Measurement Protocol für GA4 hat sich eine der größten damaligen Hürden bei der Verwendung für Websites inzwischen aufgelöst: Mit dem Schritt aus der Testphase sind nun Sitzungen (und User) zu erzeugen, wenn eine Session ID übergeben wird. Dazu gedacht, bestehende Sitzungen mit weiteren Hits zu ergänzen, ergibt sich damit endlich mehr als "nur Events" in GA4 bei ausschließlicher Nutzung des GA4 Measurement Protocols. Aber wie viel? Was fehlt im Vergleich zu einer vollständigen Implementierung mittels gtag.js im Browser? Auch wenn man es eigentlich nicht tun sollte - probieren schadet ja nichts...

Hinweis: Das hier durchgeführte Experiment wurde im Juni 2026 mit der Google Data Manager API statt des Measurement Protocols wiederholt. Die Ergebnisse finden sich in einem eigenen Post zur Data Manager API.

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21.06.2022

Ich wollte den Beitrag eigentlich "20+ Dinge, die Du über GA4 wissen musst" nennen, aber das roch mir dann doch zu sehr nach Clickbait. Obschon er genau das bietet: Es ist eine Sammlung an besonderen Eigenschaften und Unterschieden zum Vorgänger und anderen Tools, die einen Umstieg einfacher machen, wenn man sie weiß. Zur Vermeidung von Missverständnissen, unnötigen Umwegen oder unerfüllbarer Erwartungen an die Ergebnisse einer Implementierung. Schlussendlich ist GA4 schon anders genug.

Die Liste ist eine Zusammenführung verschiedener Posts und kleinen Hinweisen, die ich auf verschiedenen Plattformen veröffentlicht habe. Sie ist weder vollständig, noch auf bestimmte Aspekte fokussiert. Die Kategorisierung ist zudem nicht sehr trennscharf, denn Implementierung, Konfiguration und Ergebnisse in den Reports hängen freilich stark voneinander ab. Hilfreich ist die Liste m. E. trotzdem. Weiterlesen... »

17.06.2022

Benutzerdefinierte JavaScript Variablen dienen i. d. R. dazu, aus Eingangswerten mit Hilfe von JS-Code einen Rückgabewert zu ermitteln und für Tags, Trigger etc. zur Verfügung zu stellen. Normalerweise bestehen die Rückgabewerte aus Daten wie Zeichenketten, Zahlen, Listen, Arrays oder Objekten. Dass aber auch eine Funktion Rückgabewert einer Custom JavaScript Variable sein kann, ist ein selten genutzter Vorteil. Zu unrecht, wie ich finde.  Weiterlesen... »

01.05.2022

Bevor Universal Analytics Ende 2023 den Zugriff auf die bisher gesammelten Daten durch komplette Einstellung des Dienstes unmöglich macht, wünschen viele Anwender eine Sicherung. Sei es, um die künftig in GA4 oder einem anderen Tool gesammelten Daten mit historischen Werten zu vergleichen oder um eine separate Datenbank anzulegen, in der zumindest bei Bedarf auf die alten Zahlen zurückgegriffen werden kann.

Davon ausgehend, dass ein Import von GA Daten in ein anderes Webanalyse-Werkzeug (m. E. einschließlich GA4, falls so etwas noch kommen sollte) kaum einen Sinn ergibt, weil die grundlegenden Konzepte zweiter Lösungen i. d. R. schlichtweg inkompatibel sind, soll hier vor allem betrachtet werden, welche Daten in welcher Form aus Universal Analytics extrahiert und gesichert werden können. Vorher aber: Warum das Ganze überhaupt? Weiterlesen... »

13.04.2022

Einer der großen Nachteile des serverside Google Tag Manager (ssGTM) im Vergleich zu einer vollwertigen CDP, Lösungen wie Tealium oder einem Tracking-Endpunkt im Eigenbau war bisher die fehlende Möglichkeit der Anreicherung von Daten vor der Weitergabe an Empfänger. Ein wenig Transformation und Zusammenbasteln von im Request vorhandenen Informationen - das wars eigentlich.

Mit dem Update Anfang 2022 sind mit Firestore als Datenbank mit Lese- und Schreibzugriff sowie die Verfügbarkeit von Promises für den Abruf von weiteren Daten über externe APIs alle erforderlichen Mittel hinzugekommen, um diese Lücke zu schließen. Ist das nun gut? Und was genau kann man damit nun anfangen? Weiterlesen... »

26.03.2022

Gründe für einen Wechsel des Webanalyse-Tools gibt es viele: Das aktuelle Produkt wird eingestellt oder so stark verändert, dass es nicht mehr passt. Die Preise steigen. Datenschutz-Anforderungen ändern sich. Oder das Tool war von Anfang an eher eine Notlösung als eine bewusste Entscheidung. Das alles ist kein neues Phänomen - als Google Universal Analytics abschaltete, standen Hunderttausende vor genau dieser Frage. Aber auch wer heute mit GA4, Matomo oder Piwik PRO arbeitet, kann morgen vor der gleichen Situation stehen.

Dabei geht es nicht nur um Datenschutz oder Funktionslücken. Vielleicht ist das aktuelle Tool nur deshalb im Einsatz, weil es ein sehr flexibles und leicht verfügbares Werkzeug zu der Zeit war, als eine Implementierung anstand. So wird ein Webanalyse-Tool auch da eingesetzt, wo andere (ggf. neuere) Speziallösungen viel passender wären. Der Markt ist vielfältig und alle Produkte haben Vor- und Nachteile, individuelle Eigen- und Besonderheiten. Mir wird häufig die Frage gestellt, welches Tool sich als Ersatz anbietet. Meine unbefriedigende und in branchenübliche Antwort lautet dann "it depends". Klar. Aber wovon genau? Dieser Beitrag beleuchtet einige Fragen, die man sich vor einem Wechsel stellen sollte, damit die Wahl nicht nach kurzer Zeit bereut werden muss. Egal welches Tool aktuell im Einsatz ist und welche Kandidaten auf der Liste stehen: dieser Schritt darf nicht übersprungen werden! Weiterlesen... »

26.03.2022

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus der Zeit des Umstiegs von Universal Analytics auf Google Analytics 4 (2022) und beschreibt die damaligen Unterschiede zwischen beiden Produkten. Universal Analytics wurde im Juli 2023 eingestellt. Die beschriebenen Konzepte und Unterschiede im Datenmodell sind als Hintergrundwissen weiterhin relevant - etwa wenn Dokumentation oder Implementierungen aus der UA-Zeit noch nachwirken. Wer heute vor einem Toolwechsel steht, findet aktuellere Hilfestellung in der Wegbeschreibung für den Toolwechsel und der Anleitung zur Analytics-Migration.

Google Analytics 4 ist nicht das erste Update für die etablierte Lösung für Webanalyse. Die Nummer im Namen ist allerdings irreführend: Anders als alle anderen Updates handelt es sich weder um ein einfaches Refresh der Oberfläche noch funktionale oder technologische Erweiterung der bestehenden Version - es ist ein vollkommen neues und dramatisch anderes Produkt. Mit vielen Konsequenzen, die den Umstieg von Universal Analytics deutlich von den vorherigen Updates unterscheiden. Dieser Beitrag zählt die Kernunterschiede und die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Chancen auf. Weiterlesen... »

23.03.2022

Wer sein Analytics-Tool wechselt, steht vor einer Aufgabe, die überraschend wenig mit dem neuen Tool zu tun hat - und überraschend viel mit dem alten. Denn bevor man sich in die Konfiguration des Nachfolgers stürzt, braucht es eine ehrliche Bestandsaufnahme dessen, was man bisher misst, wie man es misst und ob das alles überhaupt noch Sinn ergibt. Egal ob der Wechsel von Piwik PRO auf GA4 geht, von GA4 auf Matomo, von Universal Analytics auf irgendwas oder von einer Eigenentwicklung auf ein kommerzielles Produkt: Die vorbereitenden Schritte sind im Kern die gleichen. Und wer sie überspringt, steht am Ende mit dem gleichen Mist da wie vorher - nur in einem anderen Tool. Wer noch vor der Entscheidung steht, welches Tool es werden soll, findet in der Wegbeschreibung für den Analytics-Toolwechsel eine Hilfestellung für die Auswahl. Weiterlesen... »

19.03.2022

Hinweis: Die hier beschriebene lokale Bereitstellung ist nach wie vor ein Thema, wenn es um Datenschutz geht. Mittel wie der "Custom Loader" von Stape, das Laden des client-side GTM über einen server-side GTM von der eigenen Domain und Mittel wie Google-Tag-Gateway arbeiten alle in die gleiche Richtung. Nicht wegen Datenschutz, sondern um robuster gegen Trackingschutz zu bleiben. Selbst CMPs bieten lokales Caching an (Beispiel Borlabs). Das Thema hat also nicht an Wichtigkeit eingebüßt. Wer aber nicht auf das Laden von googletagmanager.com verzichten kann und dennoch potenziellen Problemen aus dem Weg gehen will, kann bedenkenlos das Laden des Google Tag Manager Containers an Zustimmung zu Statistik binden, selbst wenn der Tag Manager kein "Trackingtool" ist. Solange im GTM nur Tags verbaut sind, die mindestens Statistik-Zustimmung benötigen, gehen in der Praxis keine Daten verloren. Die wenigen Besuchenden, die tatsächlich Marketingzwecken zustimmen, aber Statistik ablehnen sollten (warum?) fallen dann zwar durch das Raster, aber dieser Verlust hat keine Auswirkungen auf die Zahlen in der Webanalyse.

Das Laden von Ressourcen über Drittserver ist heute nicht nur dem Risiko unterworfen, vom Browser blockiert zu werden, sondern ist je nach Ressourcen-Quelle in der aktuellen Lage auch zum Datenschutzrisiko geworden. Vor allem, wenn die Quelle ein Google-Server ist. Google Webfonts sind ein bekanntes Beispiel, in dem jüngst im Rahmen eines Urteils behauptet wurde, es sei dem typischen Webmaster zuzumuten, ein lokales Hosting für solche Ressourcen einzurichten. Ich sehe das in der Praxis zwar etwas anders, dennoch bleibt die Frage: Wenn es ein Problem ist, Google Fonts vom Google Server zu laden, warum sollte es beim Tag Manager Container anders sein?

Wenngleich ein lokal bereitgestellter GTM Container nicht alle Probleme lösen kann, die ein damit verbautes Tracking für Google Analytics oder Ads nach sich zieht, gibt es dennoch realistische Szenarien, in denen die Maßnahme sinnvoll sein kann. Also: Container Script runterladen, auf den eigenen Server und fertig? Im Prinzip ja. Obwohl das Konsequenzen hat für das Debugging, den eigenen Server und... aber fangen wir vorn an. Weiterlesen... »

18.01.2022

Hinweis: Dieser Beitrag entstand wenige Tage nach der österreichischen DSB-Entscheidung vom Januar 2022 und ist eine Momentaufnahme der damaligen Debatte um Google Analytics und Privacy Shield. Universal Analytics ist seit Juli 2023 abgeschaltet, das EU-US Data Privacy Framework ist seit 2023 in Kraft, und die konkrete Frage aus dem Titel hat sich technisch wie rechtlich erledigt. Der Beitrag bleibt als Zeitdokument der damaligen Stimmung und als Begründung für die strategischen Entscheidungen pro Entkopplung / Serverside Tracking erhalten. Wer heute über eine First-Party-Architektur nachdenkt, findet aktuellere Hilfestellung in den Beiträgen zu serverseitigem Tracking und serverside Tracking Konzeptfragen.

Die obige Frage höre ich seit ein paar Tagen angesichts der Flut an Meldungen rund um das Urteil zu Google Analytics in Österreich mehrfach täglich. Seit spätestens 2018 immer wiederkehrend, aber aktuell scheint das Urteil wirklich Aufmerksamkeit erregt und Bewegung in die Sache gebracht zu haben. Da ich kein Anwalt bin, ist meine "TL;DR-Antwort": Keine Ahnung. Ich hoffe nicht. Aber vielleicht solltest Du Deine Implementierung überdenken, wenn diese "klassisch" und rein clientseitig ist. Alles weitere dazu, wie ich auf diese Antwort komme und was diese bedeutet, als Momentaufnahme Mitte Januar 2022 (wenige Tage nach dem Urteil) hier in etwas ausführlicherer Form. Weiterlesen... »

27.12.2021

Zaraz ist ein neues Tool im Cloudflare Universum. Die derzeitige Integration (Stand: Dezember 2021) ist noch weit entfernt vom Ursprungsprodukt, welches durch Zukauf von Cloudflare für alle Nutzer zur Verfügung gestellt wird - auch den Nutzern der kostenlosen Variante.

Wozu dient Zaraz? Antwort: Zaraz stellt einen Weg bereit, auf der eigenen Website in einem proprietären Format Daten über Seitenaufrufe und Ereignisse zu sammeln, an einen Tracking-Endpunkt im First Party-Kontext zu senden und von dort aus serverseitig an Dienste wie Google Analytics, Ads, Twitter Pixel - oder eben Facebook - weitergegeben.

Damit bietet Zaraz im Prinzip eine Alternative zum deutlich aufwändigeren Setup eines serverseitigen Trackings mittels Google Tag Manager (GTM). Statt im Browser einen Tag Manager auszuspielen, im (üblicherweise verwendeten) Google Analytics-Format Daten zu sammeln und an einen serverseitigen Tag Manager Container weiterzugeben, um von dort zu den an gewünschten Diensten zu gelangen, ist die komplette Integration mit Zaraz deutlich schlanker. Zugegeben: Es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen GTM und Zaraz. Funktionsumfang und Flexibilität anderer Lösungen sind aber (noch) nicht das Ziel von Zaraz. Funktioniert das Pareto Prinzip denn auch hier und kann z. B. eine Anbindung der Facebook CAPI “nur” mit Zaraz erfolgen? Dieser Beitrag zeigt, was mit dem derzeit begrenzten Umfang umsetzbar ist. Weiterlesen... »

31.10.2021

Der Tag Manager von Piwik PRO kennt (derzeit) weder Element-Visibility Trigger noch Trigger-Gruppen. Dieser Beitrag zeigt, wie man sowohl die Sichtbarkeit von Elementen als Trigger in Piwik PRO nutzen, als auch (mit Einschränkungen) weitere Bedingungen hinzufügen kann, um das Verhalten von Trigger-Gruppen zu simulieren.
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