17.06.2022

Benutzerdefinierte JavaScript Variablen dienen i. d. R. dazu, aus Eingangswerten mit Hilfe von JS-Code einen Rückgabewert zu ermitteln und für Tags, Trigger etc. zur Verfügung zu stellen. Normalerweise bestehen die Rückgabewerte aus Daten wie Zeichenketten, Zahlen, Listen, Arrays oder Objekten. Dass aber auch eine Funktion Rückgabewert einer Custom JavaScript Variable sein kann, ist ein selten genutzter Vorteil. Zu unrecht, wie ich finde.  Weiterlesen... »

01.05.2022

Bevor Universal Analytics Ende 2023 den Zugriff auf die bisher gesammelten Daten durch komplette Einstellung des Dienstes unmöglich macht, wünschen viele Anwender eine Sicherung. Sei es, um die künftig in GA4 oder einem anderen Tool gesammelten Daten mit historischen Werten zu vergleichen oder um eine separate Datenbank anzulegen, in der zumindest bei Bedarf auf die alten Zahlen zurückgegriffen werden kann.

Davon ausgehend, dass ein Import von GA Daten in ein anderes Webanalyse-Werkzeug (m. E. einschließlich GA4, falls so etwas noch kommen sollte) kaum einen Sinn ergibt, weil die grundlegenden Konzepte zweiter Lösungen i. d. R. schlichtweg inkompatibel sind, soll hier vor allem betrachtet werden, welche Daten in welcher Form aus Universal Analytics extrahiert und gesichert werden können. Vorher aber: Warum das Ganze überhaupt? Weiterlesen... »

13.04.2022

Einer der großen Nachteile des serverside Google Tag Manager (ssGTM) im Vergleich zu einer vollwertigen CDP, Lösungen wie Tealium oder einem Tracking-Endpunkt im Eigenbau war bisher die fehlende Möglichkeit der Anreicherung von Daten vor der Weitergabe an Empfänger. Ein wenig Transformation und Zusammenbasteln von im Request vorhandenen Informationen - das wars eigentlich.

Mit dem Update Anfang 2022 sind mit Firestore als Datenbank mit Lese- und Schreibzugriff sowie die Verfügbarkeit von Promises für den Abruf von weiteren Daten über externe APIs alle erforderlichen Mittel hinzugekommen, um diese Lücke zu schließen. Ist das nun gut? Und was genau kann man damit nun anfangen? Weiterlesen... »

26.03.2022

Gründe für einen Wechsel des Webanalyse-Tools gibt es viele: Das aktuelle Produkt wird eingestellt oder so stark verändert, dass es nicht mehr passt. Die Preise steigen. Datenschutz-Anforderungen ändern sich. Oder das Tool war von Anfang an eher eine Notlösung als eine bewusste Entscheidung. Das alles ist kein neues Phänomen - als Google Universal Analytics abschaltete, standen Hunderttausende vor genau dieser Frage. Aber auch wer heute mit GA4, Matomo oder Piwik PRO arbeitet, kann morgen vor der gleichen Situation stehen.

Dabei geht es nicht nur um Datenschutz oder Funktionslücken. Vielleicht ist das aktuelle Tool nur deshalb im Einsatz, weil es ein sehr flexibles und leicht verfügbares Werkzeug zu der Zeit war, als eine Implementierung anstand. So wird ein Webanalyse-Tool auch da eingesetzt, wo andere (ggf. neuere) Speziallösungen viel passender wären. Der Markt ist vielfältig und alle Produkte haben Vor- und Nachteile, individuelle Eigen- und Besonderheiten. Mir wird häufig die Frage gestellt, welches Tool sich als Ersatz anbietet. Meine unbefriedigende und in branchenübliche Antwort lautet dann "it depends". Klar. Aber wovon genau? Dieser Beitrag beleuchtet einige Fragen, die man sich vor einem Wechsel stellen sollte, damit die Wahl nicht nach kurzer Zeit bereut werden muss. Egal welches Tool aktuell im Einsatz ist und welche Kandidaten auf der Liste stehen: dieser Schritt darf nicht übersprungen werden! Weiterlesen... »

26.03.2022

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus der Zeit des Umstiegs von Universal Analytics auf Google Analytics 4 (2022) und beschreibt die damaligen Unterschiede zwischen beiden Produkten. Universal Analytics wurde im Juli 2023 eingestellt. Die beschriebenen Konzepte und Unterschiede im Datenmodell sind als Hintergrundwissen weiterhin relevant - etwa wenn Dokumentation oder Implementierungen aus der UA-Zeit noch nachwirken. Wer heute vor einem Toolwechsel steht, findet aktuellere Hilfestellung in der Wegbeschreibung für den Toolwechsel und der Anleitung zur Analytics-Migration.

Google Analytics 4 ist nicht das erste Update für die etablierte Lösung für Webanalyse. Die Nummer im Namen ist allerdings irreführend: Anders als alle anderen Updates handelt es sich weder um ein einfaches Refresh der Oberfläche noch funktionale oder technologische Erweiterung der bestehenden Version - es ist ein vollkommen neues und dramatisch anderes Produkt. Mit vielen Konsequenzen, die den Umstieg von Universal Analytics deutlich von den vorherigen Updates unterscheiden. Dieser Beitrag zählt die Kernunterschiede und die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Chancen auf. Weiterlesen... »

23.03.2022

Wer sein Analytics-Tool wechselt, steht vor einer Aufgabe, die überraschend wenig mit dem neuen Tool zu tun hat - und überraschend viel mit dem alten. Denn bevor man sich in die Konfiguration des Nachfolgers stürzt, braucht es eine ehrliche Bestandsaufnahme dessen, was man bisher misst, wie man es misst und ob das alles überhaupt noch Sinn ergibt. Egal ob der Wechsel von Piwik PRO auf GA4 geht, von GA4 auf Matomo, von Universal Analytics auf irgendwas oder von einer Eigenentwicklung auf ein kommerzielles Produkt: Die vorbereitenden Schritte sind im Kern die gleichen. Und wer sie überspringt, steht am Ende mit dem gleichen Mist da wie vorher - nur in einem anderen Tool. Wer noch vor der Entscheidung steht, welches Tool es werden soll, findet in der Wegbeschreibung für den Analytics-Toolwechsel eine Hilfestellung für die Auswahl. Weiterlesen... »

19.03.2022

Hinweis: Die hier beschriebene lokale Bereitstellung ist nach wie vor ein Thema, wenn es um Datenschutz geht. Mittel wie der "Custom Loader" von Stape, das Laden des client-side GTM über einen server-side GTM von der eigenen Domain und Mittel wie Google-Tag-Gateway arbeiten alle in die gleiche Richtung. Nicht wegen Datenschutz, sondern um robuster gegen Trackingschutz zu bleiben. Selbst CMPs bieten lokales Caching an (Beispiel Borlabs). Das Thema hat also nicht an Wichtigkeit eingebüßt. Wer aber nicht auf das Laden von googletagmanager.com verzichten kann und dennoch potenziellen Problemen aus dem Weg gehen will, kann bedenkenlos das Laden des Google Tag Manager Containers an Zustimmung zu Statistik binden, selbst wenn der Tag Manager kein "Trackingtool" ist. Solange im GTM nur Tags verbaut sind, die mindestens Statistik-Zustimmung benötigen, gehen in der Praxis keine Daten verloren. Die wenigen Besuchenden, die tatsächlich Marketingzwecken zustimmen, aber Statistik ablehnen sollten (warum?) fallen dann zwar durch das Raster, aber dieser Verlust hat keine Auswirkungen auf die Zahlen in der Webanalyse.

Das Laden von Ressourcen über Drittserver ist heute nicht nur dem Risiko unterworfen, vom Browser blockiert zu werden, sondern ist je nach Ressourcen-Quelle in der aktuellen Lage auch zum Datenschutzrisiko geworden. Vor allem, wenn die Quelle ein Google-Server ist. Google Webfonts sind ein bekanntes Beispiel, in dem jüngst im Rahmen eines Urteils behauptet wurde, es sei dem typischen Webmaster zuzumuten, ein lokales Hosting für solche Ressourcen einzurichten. Ich sehe das in der Praxis zwar etwas anders, dennoch bleibt die Frage: Wenn es ein Problem ist, Google Fonts vom Google Server zu laden, warum sollte es beim Tag Manager Container anders sein?

Wenngleich ein lokal bereitgestellter GTM Container nicht alle Probleme lösen kann, die ein damit verbautes Tracking für Google Analytics oder Ads nach sich zieht, gibt es dennoch realistische Szenarien, in denen die Maßnahme sinnvoll sein kann. Also: Container Script runterladen, auf den eigenen Server und fertig? Im Prinzip ja. Obwohl das Konsequenzen hat für das Debugging, den eigenen Server und... aber fangen wir vorn an. Weiterlesen... »

18.01.2022

Hinweis: Dieser Beitrag entstand wenige Tage nach der österreichischen DSB-Entscheidung vom Januar 2022 und ist eine Momentaufnahme der damaligen Debatte um Google Analytics und Privacy Shield. Universal Analytics ist seit Juli 2023 abgeschaltet, das EU-US Data Privacy Framework ist seit 2023 in Kraft, und die konkrete Frage aus dem Titel hat sich technisch wie rechtlich erledigt. Der Beitrag bleibt als Zeitdokument der damaligen Stimmung und als Begründung für die strategischen Entscheidungen pro Entkopplung / Serverside Tracking erhalten. Wer heute über eine First-Party-Architektur nachdenkt, findet aktuellere Hilfestellung in den Beiträgen zu serverseitigem Tracking und serverside Tracking Konzeptfragen.

Die obige Frage höre ich seit ein paar Tagen angesichts der Flut an Meldungen rund um das Urteil zu Google Analytics in Österreich mehrfach täglich. Seit spätestens 2018 immer wiederkehrend, aber aktuell scheint das Urteil wirklich Aufmerksamkeit erregt und Bewegung in die Sache gebracht zu haben. Da ich kein Anwalt bin, ist meine "TL;DR-Antwort": Keine Ahnung. Ich hoffe nicht. Aber vielleicht solltest Du Deine Implementierung überdenken, wenn diese "klassisch" und rein clientseitig ist. Alles weitere dazu, wie ich auf diese Antwort komme und was diese bedeutet, als Momentaufnahme Mitte Januar 2022 (wenige Tage nach dem Urteil) hier in etwas ausführlicherer Form. Weiterlesen... »

27.12.2021

Zaraz ist ein neues Tool im Cloudflare Universum. Die derzeitige Integration (Stand: Dezember 2021) ist noch weit entfernt vom Ursprungsprodukt, welches durch Zukauf von Cloudflare für alle Nutzer zur Verfügung gestellt wird - auch den Nutzern der kostenlosen Variante.

Wozu dient Zaraz? Antwort: Zaraz stellt einen Weg bereit, auf der eigenen Website in einem proprietären Format Daten über Seitenaufrufe und Ereignisse zu sammeln, an einen Tracking-Endpunkt im First Party-Kontext zu senden und von dort aus serverseitig an Dienste wie Google Analytics, Ads, Twitter Pixel - oder eben Facebook - weitergegeben.

Damit bietet Zaraz im Prinzip eine Alternative zum deutlich aufwändigeren Setup eines serverseitigen Trackings mittels Google Tag Manager (GTM). Statt im Browser einen Tag Manager auszuspielen, im (üblicherweise verwendeten) Google Analytics-Format Daten zu sammeln und an einen serverseitigen Tag Manager Container weiterzugeben, um von dort zu den an gewünschten Diensten zu gelangen, ist die komplette Integration mit Zaraz deutlich schlanker. Zugegeben: Es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen GTM und Zaraz. Funktionsumfang und Flexibilität anderer Lösungen sind aber (noch) nicht das Ziel von Zaraz. Funktioniert das Pareto Prinzip denn auch hier und kann z. B. eine Anbindung der Facebook CAPI “nur” mit Zaraz erfolgen? Dieser Beitrag zeigt, was mit dem derzeit begrenzten Umfang umsetzbar ist. Weiterlesen... »

31.10.2021

Der Tag Manager von Piwik PRO kennt (derzeit) weder Element-Visibility Trigger noch Trigger-Gruppen. Dieser Beitrag zeigt, wie man sowohl die Sichtbarkeit von Elementen als Trigger in Piwik PRO nutzen, als auch (mit Einschränkungen) weitere Bedingungen hinzufügen kann, um das Verhalten von Trigger-Gruppen zu simulieren.
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02.10.2021

Einer der exotischeren Hit-Typen in Universal Analytics war das "Timing". Damit konnte die Dauer beliebiger Vorgänge und Prozesse auf einer Website wie mit einer Stoppuhr erfasst und in Analytics ausgewertet werden. Timings als eigenen Hit-Typ gibt es in GA4 nicht mehr - die Idee dahinter ist aber keineswegs obsolet. Die Dauer eines Vorgangs lässt sich genauso gut als Event-Parameter an ein GA4-Ereignis anhängen und dort auswerten. Warum man sich also trotzdem mit Zeitmessung befassen sollte, zeigt dieser Beitrag am Beispiel des Kaufabschlusses in einem Shop.

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04.09.2021

Wer einen serverseitigen Google Tag Manager (oder einen beliebigen anderen Weg) einsetzt, um via FB Conversions API ("CAPI") Daten an Facebook zu senden, steht früher oder später vor der Aufgabe, eine Deduplizierung über eine einheitliche Event ID für das gleiche Event zu unterstützen, wenn dieses parallel aus dem Browser und vom Server vermessen wird. Dieser Beitrag zeigt die Optionen dazu auf. Weiterlesen... »

27.07.2021

Ein serverside GTM Container (SSGTM) als eigener Endpunkt ist nur ein Teil eines serverside Tagging- oder Tracking Konzepts. Er ist auch nicht die einzige Option. Eigene Endpunkte als Custom Code oder andere Services sind ebenso denkbar und mögen Vorteile in Aspekten wie Kosten (GCP ist eine relativ teure Option, die je nach Traffic typischerweise zwischen 100,-- und 300,-- Kosten / Monat verursacht) oder eigener Persistenz, Datentransformationsmöglichkeiten, Hash Tables etc. bieten. Daher sollte man sich ein paar Fragen im Vorfeld stellen, bevor man eine Entscheidung aus den falschen Gründen fällt.

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10.06.2021

Es gibt auch noch Jahre nach der Einführung einige Verwirrung  um die "Consent Mode" Einstellungen im Google Tag Manager. Meine Abneigung gegen den Consent Mode ist primär dadurch geprägt, dass seine Kernaufgabe meinen Vorstellungen von korrektem Verhalten bei fehlender Zustimmung widerspricht. Diese besteht in der Steuerung des Verhaltens von Google Analytics, Ads und Floodlight, wenn kein Consent besteht und bedeutet vereinfacht, Google ohne Cookies dennoch lustig Daten sammeln zu lassen. Das finde ich aus mehreren Gründen nicht OK.

Die Funktionen, die der Google Tag Manager zur Verwendung des Consent Mode beinhaltet, sind aber etwas anderes und haben nur bedingt damit zu tun, Tags auch ohne Zustimmung auszulösen. Mit einer sauberen Implementierung kann man damit den o. a. "Kernnutzen" außer Kraft setzen, wenn das den eigenen Vorstellungen entspricht, und sich ausschließlich auf das Triggern beschränken - bzw. das Einschränken der Auslösung von Tags, wenn keine Zustimmung besteht. Damit wird die Consent Mode Implementierung im GTM zu einem zusätzlichen Weg, das Auslösen von Tags - aller Art(!) -  zu steuern, ohne die übliche Multiplikation von Triggern gegenüber dem Betrieb ohne Consent-Bedingungen mit sich zu bringen. Auf diesen Ansatz konzentriert sich dieser Beitrag... oder - wer es lieber mag - auch das dazu passende Video bei Youtube zum Consent Mode im GTM.

Wichtig: Diese Anleitung ist keine Empfehlung!

Während der folgende Beitrag detailliert beschreibt, wie man die Consent Mode Features für ein Trigger-Konzept nutzen kann, ist aus der Erfahrung heraus ein Einsatz nicht zu empfehlen. Es gibt mehrere Grenzfälle, in denen bei Verwendung dieser Funktionen nicht das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Meistens zeigt sich dies dadurch, dass Tags blockiert werden, die eigentlich hätten feuern dürfen. Insofern ist der Einsatz dieser Funktionen für viele Setups zwar unkritisch, sollte aber stets nur die zweite Wahl hinter einem sauberen Trigger-Konzept sein, das auf die DataLayer-Ereignisse der Consent Management Plattform abgestimmt ist. Das Zusammenspiel von Consent Mode, Website, CMP und Tag Manager ist m. E. zu komplex, um die korrekte Ausführung einer solchen Funktion zu überlassen. Mehr Infos dazu, wie man dieses Zusammenspiel optimal orchestriert, zeige ich in meinem E-Book zu Consent- und Tag-Management.

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17.04.2021

In der letzten Woche sind eine ganze Menge Artikel dazu erschienen, dass - und wie - man in der Google Search Console nun Reguläre Ausdrücke (kurz "RegEx") nutzen kann, um Daten wie URLs und Suchanfragen zu filtern. Warum also noch einer? Weil gerade das Beispiel der W-Fragen für alle SEOs, Content Marketer und andere einen hohen Praxisbezug hat und daher viele neue Passagiere auf den RegEx-Zug aufgesprungen sind. Um das Potential zu nutzen, sollte man die genutzten Lösungen a) grob verstehen und damit b) nach eigenen Anforderungen anpassen können. Genau das soll dieser Beitrag anhand eines konkreten Beispiels zeigen. Weiterlesen... »