Es gibt auch noch Jahre nach der Einführung einige Verwirrung um die "Consent Mode" Einstellungen im Google Tag Manager. Meine Abneigung gegen den Consent Mode ist primär dadurch geprägt, dass seine Kernaufgabe meinen Vorstellungen von korrektem Verhalten bei fehlender Zustimmung widerspricht. Diese besteht in der Steuerung des Verhaltens von Google Analytics, Ads und Floodlight, wenn kein Consent besteht und bedeutet vereinfacht, Google ohne Cookies dennoch lustig Daten sammeln zu lassen. Das finde ich aus mehreren Gründen nicht OK.
Die Funktionen, die der Google Tag Manager zur Verwendung des Consent Mode beinhaltet, sind aber etwas anderes und haben nur bedingt damit zu tun, Tags auch ohne Zustimmung auszulösen. Mit einer sauberen Implementierung kann man damit den o. a. "Kernnutzen" außer Kraft setzen, wenn das den eigenen Vorstellungen entspricht, und sich ausschließlich auf das Triggern beschränken - bzw. das Einschränken der Auslösung von Tags, wenn keine Zustimmung besteht. Damit wird die Consent Mode Implementierung im GTM zu einem zusätzlichen Weg, das Auslösen von Tags - aller Art(!) - zu steuern, ohne die übliche Multiplikation von Triggern gegenüber dem Betrieb ohne Consent-Bedingungen mit sich zu bringen. Auf diesen Ansatz konzentriert sich dieser Beitrag... oder - wer es lieber mag - auch das dazu passende Video bei Youtube zum Consent Mode im GTM.
Wichtig: Diese Anleitung ist keine Empfehlung!
Während der folgende Beitrag detailliert beschreibt, wie man die Consent Mode Features für ein Trigger-Konzept nutzen kann, ist aus der Erfahrung heraus ein Einsatz nicht zu empfehlen. Es gibt mehrere Grenzfälle, in denen bei Verwendung dieser Funktionen nicht das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Meistens zeigt sich dies dadurch, dass Tags blockiert werden, die eigentlich hätten feuern dürfen. Insofern ist der Einsatz dieser Funktionen für viele Setups zwar unkritisch, sollte aber stets nur die zweite Wahl hinter einem sauberen Trigger-Konzept sein, das auf die DataLayer-Ereignisse der Consent Management Plattform abgestimmt ist. Das Zusammenspiel von Consent Mode, Website, CMP und Tag Manager ist m. E. zu komplex, um die korrekte Ausführung einer solchen Funktion zu überlassen. Mehr Infos dazu, wie man dieses Zusammenspiel optimal orchestriert, zeige ich in meinem E-Book zu Consent- und Tag-Management.
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